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Viertes internationales Wirtschaftsforum der Tierärzteschaft

Am Wirtschaftsforum in Freiburg diskutierten die Teilnehmenden aus der DACH-Region Zukunftsthemen der Tierärzteschaft.

Das internationale Wirtschaftsforum der Tierärzteschaft stand dieses Jahr unter dem Leitsatz «Tiermedizin trifft Wirtschaft». Am 15. und 16. September gaben in Freiburg im Breisgau Referentinnen und Referenten von ausser- und innerhalb der Tiermedizin inhaltliche Impulse zu entscheidenden Zukunftsthemen der Tierärzteschaft. Organisiert hat den Anlass der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK) und der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST).

Mit dem Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS hat die GST zum dritten Mal eine grossangelegte Umfrage zur Arbeitssituation der Tierärzteschaft in der Schweiz durchgeführt. Daniel Lazar vom Rechtsdienst der GST bot am Wirtschaftsforum erste Einblicke in die Resultate. Die Anzahl von Kleinstbetrieben mit ein bis zwei Angestellten nimmt weiter ab; noch machen sie 18 Prozent aller Betriebe aus. Auch Praxen mit drei bis fünf Mitarbeitenden nehmen ab, ihr Anteil beträgt heute 21 Prozent. Verdoppelt auf einen Anteil von zehn Prozent hingegen hat sich die Anzahl der Betriebe mit 21 bis 50 Angestellten. Interessant ist, dass 59 Prozent der Antwortenden gut bis voll und ganz mit ihrem Beruf zufrieden sind.

Weitere Beiträge aus der Schweiz kamen von Christian Kaiser von Xeed, der zum Thema Unternehmenskultur sprach, sowie von Gabriela Bovisi Spring von KampaHire und Flurin Tschuor von der Tierklinik Mittelland, welche gemeinsam Erfolgsfaktoren in der Kommunikation aufzeigten, angereichert mit konkreten Beispielen aus der Praxis. In der Diskussionsrunde zum Thema «Ist modernde Tiermedizin in Europa zu teuer geworden?» brachte der frühere Tierarzt und jetzige Berater Gregor Schmid die Schweizer Sicht ein.

GST-Präsident Roberto Mossi sagte in der Schlussrunde: «Wir müssen keine Ökonominnen und Ökonomen werden. Aber wir müssen genug von Wirtschaft verstehen, um das zu schützen, was wir am besten können: heilen.»