Im Februar 2023 erreichte die Tierschutzorganisation NetAP ein verzweifelter Hilferuf aus der Türkischen Republik Nordzypern. Die Erdbebenkatastrophe in der Türkei und in Syrien hatte die Welt erschüttert, und indirekt betroffen von dieser Krise war auch Nordzypern. Im kleinen, einzig von der Türkei als Republik anerkannten Teil der Insel Zypern, war die Lage der Tiere bereits vor diesem Ereignis mehr als prekär. Tierheime waren komplett überfüllt, teils mit verletzten und schwer kranken Tieren, es wurde viel zu wenig kastriert, Futter war knapp oder gar nicht vorhanden und die medizinische Versorgung desolat. Nun aber wurden die wenigen Gelder, die ursprünglich für den lokalen Tierschutz zur Verfügung standen, in die humanitäre Hilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei umgeleitet.
Nach einer ersten Futter-Soforthilfe setzten sich NetAP und eine örtliche Tierschützerin mit der lokalen Veterinärbehörde in Verbindung. Ein erster Einsatz vor Ort wurde geplant, um sich ein genaueres Bild der Situation zu verschaffen, Tiere zu kastrieren und möglichst auch interessierte, lokale Tierärztinnen und Tierärzte in minimalinvasiven Kastrationstechniken zu schulen.




