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Patrizia Andina-Pfister
Dr. med. vet. FVH
Verantwortliche Bereich Tierarzneimittel

Tel. 031 307 35 35
tam(at)gstsvs.ch

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Antibiotika

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Antibiotika sind unverzichtbare Medikamente. Sie werden gebraucht, um Krankheiten zu behandeln, die durch Bakterien verursacht werden. Immer häufiger verlieren Antibiotika aber ihre Wirkung, weil die Bakterien resistent werden. 

Position der GST: Antibiotikaresistenzen

Antibiotikaresistenzen ist ein globales Problem, welches das Verständnis der üblichen medizinischen Möglichkeiten fundamental erschüttern kann, sofern nicht sofort Massnahmen gegen die Entstehung und Verbreitung der Resistenzen ergriffen werden. Tierärztinnen und Tierärzte sind sich dieser Problematik bewusst. Mit einer sinnvollen Anwendung von Antibiotika wird die Verantwortung gegenüber der öffentlichen Gesundheit wahrgenommen.

Die GST setzt sich dafür ein, dass die Bemühungen der Tierärzteschaft in der Öffentlichkeit positiv dargestellt werden. Dafür steht sie in regem Austausch mit ihren Sektionen, den Bundesämtern (BAG und BLV), den Kantonen sowie mit Vertretern aus der Landwirtschaft und der Humanmedizin.

Strategie Antibiotikaresistenz StAR

Die Strategie Antibiotikaresistenzen StAR wurde am 18. November 2015 vom Bundesrat verabschiedet und legt acht strategische Handlungsfelder und Zielsetzungen fest:

  • Überwachung
  • Prävention
  • sachgemässer Einsatz von Antibiotika
  • Resistenzbekämpfung
  • Forschung und Entwicklung
  • Kooperation
  • Information und Bildung
  • Rahmenbedingungen

Die Umsetzung der Strategie wurde Anfang 2016 gestartet.

Die GST und ihre Sektionen haben sich dazu entschieden, StAR mitzutragen und mitzugestalten. Die GST ist einerseits in der «Externen Begleitgruppe StAR Tier» vertreten, andererseits in Arbeitsgruppen und Workshops zur direkten Umsetzung (z.B. Therapie-Leitfaden, Forschungsfelder).

Vernehmlassung Nationale Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR)

Antibiotic Scout und Therapieleitfaden zum umsichtigen Antibiotika-Einsatz

Antibiotic Scout
Der Antibiotic Scout ist eine Online-Entscheidungshilfe für den umsichtigen Einsatz von antimikrobiellen Wirkstoffen (Projekt der Vetsuisse-Fakultät), welche dem Tierarzneimittelkompendium angegliedert ist. Es besteht die Möglichkeit, ein Versagen der Wirkung von antimikrobiellen Stoffen zu melden. Die Nützlichkeit des AntibioticScout wird innerhalb eines Projektes des NFP 72 begleitet und dokumentiert.

www.AntibioticScout.ch

Therapieleitfaden (Entscheidungshilfe) zum umsichtigen Antibiotika-Einsatz
Die Therapieleitfäden entstanden im Rahmen von StAR unter der Leitung des BLV in Zusammenarbeit mit den Vetsuisse-Fakultäten, der GST und Praktikern der SVW, SVSM und SVK.

Die Leitfäden verstehen sich als eine auf Schweizer Verhältnisse und den aktuellen Stand des Wissens angepasste Empfehlung, die aber nicht verbindlich ist. Die Praktiker haben weiterhin die Freiheit, Therapien nach ihrem besten Wissen und Gewissen der Diagnose, dem Zustand des Tieres, den Betrieben und örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Dabei gelten für alle die Regeln der Good Veterinary Practice und der aktuellen Gesetzgebung. Weitere Tierarten und Indikationen werden laufend ergänzt.

Aktuell verfügbare Therapieleitfäden:

Bemerkungen und Anregungen können dem BLV kommuniziert werden: therapieleitfaden(at)blv.admin.ch

Antibiotika: Infomaterial für Tierhaltende

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe TAM der GST, der Vetsuisse-Fakultät und dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV sind Poster und ein Flyer für Halterinnen und Halter von Haustieren und Pferden entstanden. Die Informationen richten sich an die Tierhaltenden und sollen diese beim Umgang mit Antibiotika sensibilisieren.

Tierärztinnen und Tierärzte können das Poster z.B. im Wartezimmer aufhängen oder den Flyer zusammen mit den Antibiotika abgeben. Poster und Flyer können kostenlos (inkl. Versand) im Shop Bundespublikationen bestellt werden.

IS ABV – Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin

Ab 2019 soll eine Antibiotikadatenbank Behandlungen in der Tiermedizin genauer erfassen. Gemäss Heilmittelgesetz HMG hat die Datenbank unter anderem den Zweck, die Situation der Resistenzen zu überwachen. Im revidierten Heilmittelgesetz wurde die Basis für eine Antibiotika-Datenbank geschaffen. Angenommen wurde diese Veränderung durch das Parlament und ist somit ein gesellschaftlicher Auftrag. In der Datenbank sollen voraussichtlich ab 2019 jedes Milligramm/Milliliter antimikrobiellen Wirkstoffs registriert werden, welches an Tiere verabreicht wird. Es sind Schnittstellen zu den gängigsten Praxissoftwares geplant, damit die Eingaben möglichst nur einmal gemacht werden müssen.

Die GST ist überzeugt, dass die Antibiotika-Datenbakt ein sehr wichtiges Instrument ist, um im Rahmen von StAR die richtigen Massnahmen zur Reduktion des Antibiotika-Verbrauchs zu erkennen. Sie wurde an der Präsidentenkonferenz im Herbst 2014 gutgeheissen.

Befürchtet wird jedoch, dass der Zusatzaufwand für die Tierarztpraxen gross sein wird. Die GST setzt sich dafür ein, dass der Aufwand für die Praktiker möglichst klein bleibt und Schnittstellen mit den gängigsten Praxissoftwares vorhanden sind, damit die Dateneingabe nur einmal nötig ist.

Weitere Forderungen der GST sind in der Stellungnahme zum Heilmittelverordnungspaket IV (HMV IV) nachzulesen:

Pilotprojekt IS ABV
Tierärztinnen und Tierärzte hatten die Möglichkeit, die lokale Anwendung IS ABV unverbindlich kennenzulernen: Informationen des BLV

Ampelsystem / Benchmark
Im revidierten Heilmittelgesetz wurde auch die Basis für ein Benchmark-System geschaffen. Aus der Verbrauchsstatistik IS ABV sollen die Tierhaltungs-Betriebe mit dem höchsten Verbrauch und die Tierarztpraxen mit den häufigsten Verschreibungen von Antibiotika erkannt werden. An erster Stelle werden Gespräche, Aufklärung und Information stehen, bevor Massnahmen ergriffen werden. Die GST setzt sich dafür ein, dass das Tierwohl nicht unter den Restriktionen leidet.

 
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