Informationen für Tierarztpraxen und -kliniken

Coronavirus: Aktuelle Lage

Aufgrund der stark ansteigenden Infektionen mit dem Coronavirus hat der Bundesrat mehrere, schweizweit gültige Massnahmen ergriffen. Diese sind ab dem 29. Oktober 2020 in Kraft und sind vorerst nicht befristet. Weiterhin ist das Einhalten der Hygiene- und Verhaltensregeln des BAG entscheidend. Für Tierärztinnen und Tierärzte sind aufgrund der neuen Entwicklung beim Coronavirus insbesondere die folgenden Informationen wichtig:

  • Bezüglich Behandlungen gibt es zurzeit keine Vorgaben. Alle Behandlungen von Tieren sind möglich. Einschränkungen liegen im eigenen Ermessen der Tierarztpraxen.
  • Die Maskenpflicht wird ausgeweitet. Für Tierarztpraxen / -kliniken gilt:
    In öffentlich zugänglichen Innenräumen (z. B. Empfangsbereich, Wartezimmer): Mitarbeitende und Kunden müssen eine Maske tragen.
    In nicht öffentlich zugänglichen Innenräumen: Am Arbeitsplatz in Innenräumen muss eine Gesichtsmaske getragen werden. Diese Pflicht gilt nicht für Arbeitsbereiche, in denen der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen eingehalten werden kann, z. B. in abgetrennten Räumen. Die GST empfiehlt mit Blick auf bereits erfolgte Betriebsschliessungen auch in nicht öffentlich zugänglichen Innenräumen generell das Tragen von Masken, unabhängig von Abstand und Trennvorrichtungen
    Aussenbereiche der Praxis: Neu muss auch in den Aussenbereichen von Betrieben (z. B. Innenhof, Eingang) eine Maske getragen werde.
  • Der Bundesrat empfiehlt wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten.
  • Zusätzlich zu bereits bestehenden Regelungen per 1. September hat der Bundesrat beschlossen, den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für Mitarbeitende auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis auszuweiten. Die Mitarbeitenden auf Abruf müssen seit mindestens sechs Monaten im Betrieb tätig sein. Die Änderungen treten rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft. Sie stellen für diese Personengrup-pe somit einen Anspruch ohne Unterbruch seit März 2020 sicher. Ihr Anspruch ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.
  • Es gelten nach wie vor keine verbindlichen Rahmen- oder Musterschutzkonzepte. Alle öffentlich zugänglichen Orte, darunter fallen auch Tierarztpraxen, müssen aber über ein individuelles Schutzkonzept verfügen. Es kann das Branchen-Schutzkonzept der GST für Tierarztpraxen verwendet werden.

Nach wie vor liegt die Federführung der Bewältigung der Covid-19-Epidemie bei den Kantonen. Die gesammelten Links zu den kantonalen Informationsangeboten sind auf der Webseite www.ch.ch zu finden.

Branchen-Schutzkonzept für Tierarztpraxen

Die GST hat die Empfehlungen zu den Schutzkonzepten für Tierarztpraxen der aktuellen Situation mit den kontinuierlich ansteigenden Fallzahlen angepasst.

Beim von der GST publizierten Schutzkonzept handelt es sich um eine Branchenempfehlung. Jede Praxis muss ihr eigenes Schutzkonzept den individuellen Gegebenheiten und Risiken anpassen. Die Branchenempfehlungen richten sich nach der aktuellen Situation im Zusammenhang mit den Covid-19-Infektionen in der Schweiz und können je nach Entwicklung angepasst werden. Die Kompetenz zum Erlass von Schutzmassnahmen liegt primär bei den Kantonen. Wir empfehlen unseren Mitgliedern daher, sich regelmässig über allfällige Massnahmen in ihrem Kanton zu informieren.

Vorgehensweise bei positiv getesteten Angestellten und bei Verdachtsfällen

Für Tierarztpraxen und -kliniken ist der Umgang mit auf COVID-19 positiv getesteten Angestellten oftmals mit Unsicherheiten verbunden. Dasselbe gilt bei Mitarbeitenden, bei denen das erhöhte Risiko einer Erkrankung besteht, weil sie mit einer positiv getes-teten Person physisch in Kontakt standen. Im Zuge der deutlichen Zunahme der tägli-chen Infektionszahlen werden immer mehr Personen auf ärztliche oder behördliche An-ordnung hin in Quarantäne oder Isolation versetzt. Dies trifft auch Arbeitnehmende und damit Tierarztpraxen. Im FAQ COVID-19 finden Sie Antworten zu den wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit Quarantäne- und Isolationsmassnahmen.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht für Tierärztinnen und Tierärzte?
In der Veterinärmedizin, insbesondere in der Nutztierpraxis, könnte in den Randregionen zufolge einer Quarantäneanordnung im Einzelfall eine akute Unterversorgung beim Notfalldienst entstehen. So besteht das Bedürfnis nach einer Ausnahmeregelung von der Quarantänepflicht. Gemäss der letzten Stellungnahme von Dr. med. Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, anlässlich des «Point de Presse» vom 3. November 2020, sind Ausnahmen von den Quarantänen möglichst zurückhaltend anzuwenden. Dies gilt auch für das Gesundheitswesen und den Veterinärbereich. Massgeblich sind grundsätzlich die Empfehlungen des Bundes zum Umgang mit erkrankten Personen und Kontakten, die sich auf Beurteilungen von BAG, Kantonsärzteschaft und Scientific Task Force abstützen. Die Anordnung einer Quarantäne und mögliche Ausnahmen hierzu liegen einzig in der Kompetenz der zuständigen kantonalen Gesundheitsämter bzw. des Kantonsarztamts. Im Einzelnen sind somit Ausnahmen von der Quarantäne mit der zuständigen kantonalen Behörde zu diskutieren. Für die Tierärzteschaft gibt es jedoch keine generelle Ausnahmeregelung von der Quarantänepflicht.

Covid-19 und Schwangerschaft

Aufgrund von neuen Studien zu Covid-19 hat das BAG in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) festgehalten, dass schwangere Frauen neu zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören. Die SGGG hat hierzu die folgende Empfehlung abgegeben:

«Es müssen besondere soziale und berufliche Schutzmassnahmen ergriffen werden, um eine Infektion einer schwangeren Frau zu vermeiden. Der Arbeitgeber ist für die Gewährleistung der Sicherheit der schwangeren Arbeitnehmerin verantwortlich. Wo es möglich ist, wird das Arbeiten im Homeoffice empfohlen. Die allgemeinen mutterschutzrechtlichen Bestimmungen (einschliesslich der Mutterschutzverordnung) bieten einen besonderen Schutzrahmen für Schwangere. In diesem Zusammenhang spielt der Gynäkologe / die Gynäkologin respektive der behandelnde Arzt / die behandelnde Ärztin eine entscheidende Rolle bei der Überwachung der Wirksamkeit der Schutzmassnahmen. Er oder sie kann damit beurteilen, ob eine Vermutung einer Gefährdung im Sinne der Mutterschutzverordnung eine Beschränkung der Zuweisung zu den jeweiligen Tätigkeiten rechtfertigt (Untauglichkeitsbescheinigung).»

Weitere Informationen zum Thema

Arbeitsrecht

Was, wenn sich die Angestellten auf dem Arbeitsweg im ÖV anstecken könnten?
Auch hier gilt, dass mit dem blossen Hinweis auf die Ansteckungsgefahr im ÖV die Arbeitnehmer nicht vom Arbeitsplatz fernbleiben dürfen. Erst wenn konkrete Anhaltspunkte für eine erhöhte Ansteckungsgefahr im ÖV bestehen, darf der Arbeitnehmer unter Umständen die Arbeit verweigern. Allerdings nur, wenn er seinen Arbeitsplatz nicht auch durch andere Verkehrsmittel in zumutbarer Zeit erreichen kann.

Was, wenn der öffentliche Verkehr vollständig oder teilweise ausfällt?Wenn der öffentliche Verkehr vollständig oder teilweise ausfällt, trägt grundsätzlich der Arbeitgeber das Risiko der Lohnfortzahlung. Aber auch hier muss jeder Einzelfall gesondert beurteilt werden. Ist die Verwendung eines alternativen Verkehrsmittels durch den Arbeitnehmer zumutbar, so muss er sich darauf behaften lassen.

Was gilt, wenn ein Angestellter sein Kind aufgrund eines Verdachtsfalls oder einer Erkrankung betreuen muss?
Für die Pflege und Betreuung von kranken Kindern haben Eltern Anspruch auf je max. drei freie Tage bei voller Lohnfortzahlung. Für Kinder, die auf Eigeninitiative hin zuhause betreut werden, aber nicht krank sind, besteht kein gesetzlicher Lohnfortzahlungsanspruch. Die Eltern müssen sich um eine Ersatzbetreuung bemühen und sind nach wie vor verpflichtet, bei der Arbeit zu erscheinen. Eine Arbeitsverweigerung kann unter Umständen zu einer fristlosen Kündigung führen. Werden Schulen und Kindergärten auf behördliche Anordnung hin geschlossen und müssen die Kinder zuhause betreut werden, besteht hingegen ein zeitlich beschränkter Lohnfortzahlungsanspruch.

Weitere Informationen
Im FAQ «Pandemie und Betriebe» des SECO finden Sie weitere Ausführungen zu betrieblichen und arbeitsrechtlichen Fragen in Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus.

Kurzarbeit

Als Kurzarbeit bezeichnet man die vorübergehende Reduzierung oder vollständige Einstellung der Arbeit in einem Betrieb. Das Ziel der Kurzarbeit ist, Arbeitsplätze zu erhalten und Kündigungen zu vermeiden. Unternehmen können die Arbeitszeit der Mitarbeitenden vorübergehend reduzieren oder ganz einstellen. Der Verdienstausfall wird dabei durch die Arbeitslosenkasse getragen.
Der Vorteil für die Arbeitgeberin ist, dass sie für eine begrenzte Zeit einen Umsatzausfall überbrücken kann, ohne Arbeitnehmer/innen zu entlassen (und später Neue zu suchen). Der Vorteil für Arbeitnehmer/innen ist, dass sie ihre Arbeitsstelle bewahren und ihr Einkommen sichern können.

Informationen zu Kurzarbeit (arbeit.swiss)

Seit dem 1. September gilt:

  • Es entfällt die Mehrheit der ausserordentlichen Massnahmen (Ausweitung der Anspruchsgruppen, zusätzliche finanzielle Entlastung der Unternehmen) und es erfolgt eine Rückkehr zum ursprünglichen System der Kurzar-beitsentschädigung.
  • Es gilt wieder eine maximale Bewilligungsdauer von Kurz-arbeit von 3 Monaten. Folglich verlieren Bewilligungen ihre Gültigkeit, die zu diesem Zeitpunkt älter als 3 Monate sind. Die davon betroffenen Unternehmen müssen eine neue Voranmeldung von Kurzarbeit einreichen.
  • Es gilt neu eine Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von 18 Monaten (statt 12 Monaten).
  • Das vereinfachte Verfahren bei der Voranmeldung und das summarische Verfahren bei der Abrechnung gelten noch bis Ende Dezember 2020.

Zusätzlich zu bereits bestehenden Regelungen per 1. September hat der Bundesrat am 28. Oktober 2020 beschlossen, den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für Mitarbeitende auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis auszuweiten. Die Mitarbeitenden auf Abruf müssen seit mindestens sechs Monaten im Betrieb tätig sind. Die Änderungen treten rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft. Sie stellen für diese Personengruppe somit einen Anspruch ohne Unterbruch seit März 2020 sicher. Ihr Anspruch ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.

Voranmeldung
Der Bundesrat hat entschieden, bis Ende Dezember 2020 das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit sowie das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) beizubehalten. Daher gilt bis am 31. Dezember 2020 zur Abwicklung der KAE einzig der «Prozess KAE COVID-19» und es sind für KAE ausschliesslich die COVID-19-Formulare zu verwenden, unabhängig von der Begründung der KAE. 

Online-Formular zur Voranmeldung

Das Formular kann alternativ per Post eingereicht werden.
Formular für Voranmeldung (excl) - Bitte an die zuständige kantonale Amtsstelle senden
Liste der kantonalen Amtsstellen

Abrechnung
Für die Kurzarbeit muss zuhanden der zuständigen kantonalen Stelle eine Stundenabrechnung erstellt werden. Hierfür kann das Formular «COVID-19 Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung» verwendet werden. Dieses gibt es je nach Abrechnungsperiode in zwei Versione - März bis August 2020 und September bis Dezember 2020.

Formulare und FAQ zur Abrechnung (arbeit.swiss)

Weiterführende Informationen

SECO-Infoline für Unternehmen:
Tel: +41 58 462 00 66 - Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Kontaktformular «Neues Coronavirus»
E-Mail: coronavirus(at)seco.admin.ch

Die zuständige Kantonale Amtstelle (KAST) kann Ihnen alle grundsätzlichen Fragen bezüglich Voranmeldung und Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) beantworten. Für spezifische Fragen zu den KAE-Leistungen und -Abrechnungen ist die von Ihnen gewählte Arbeitslosenkasse zuständig.

Grenzsituation / Reisen in Risikoländer

Grenzüberschreitendes Arbeiten
Seit Anfang Juli 2020 wurde die Reisefreiheit und Personenfreizügigkeit im Schengenraum weitestgehend wieder eingeführt. Gesuche von Erwerbstätigen aus dem EU/EFTA-Raum werden bearbeitet und Tierarztpraxen können Tierärztinnen und Tierärzte aus Drittstaaten anstellen, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt oder sie diese dringend benötigen. Die Ausreise von Schweizer Tierärztinnen und Tierärzten in Nachbarländer zu beruflichen Zwecken richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht.

Reisen in Risikoländer 
In der Schweiz gilt zurzeit eine Quarantänepflicht für Einreisende aus bestimmten Staaten und Gebieten. Die Liste dieser Staaten und Gebiete wurde zuletzt am 29. Oktober 2020 aktualisiert. Personen, die sich in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben und danach in die Schweiz einreisen, müssen demnach in der Regel für 10 Tage in Quarantäne. Zu dieser Regelung gibt es Ausnahmen z. B. für Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens notwendig ist. In diesen Zusammenhang muss beachtet werden, dass ein negatives Testresultat weder die Quarantänepflicht noch die Dauer der Quarantäne aufhebt.

Lohnfortzahlung und EO-Erwerbsersatz
Für Ferienreisende, die nach ihrer Rückreise aus einem Risikoland in Quarantäne müssen, besteht eine Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers, wenn:

  • Sie von Ihrem Arbeitgeber in einen Staat oder ein Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko zur Arbeit entsendet werden und nach der Rückreise in die Schweiz in Quarantäne müssen;
  • Sie trotz Quarantäne arbeiten können, also im Homeoffice.

Ferienreisende, die nach ihrer Rückreise aus einem Risikoland in Quarantäne müssen und für die keine Lohnfortzahlung des Arbeitgebers besteht, haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn:

  • Sie die Quarantäne unverschuldet antreten müssen. Unverschuldet heisst, dass Ihr Reiseziel zum Zeitpunkt Ihrer Abreise nicht auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko stand und Sie zum Zeitpunkt der Abreise auch nicht aufgrund einer offiziellen Ankündigung wissen konnten, dass Ihr Reiseziel während Ihrer Reise auf diese Liste gesetzt wird.

    Die Auszahlung der Entschädigung für den Erwerbsausfall wegen der Coronakrise läuft über die AHV-Ausgleichskassen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Informationsstelle AHV/IV und der Webseite des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV.

Ferienreisende, deren Reiseziel sich bei der Ausreise bereits auf der Risikoliste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko befand, haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Weitere Informationen:
BAG: Liste Risikoländer und Informationen zur Quarantänepflicht
SEM: Coronabedingte Einreisebeschränkungen

Mietrecht

Die Mietkosten stellen für viele Tierarztpraxen nebst den Personalkosten einen wesentlichen Teil des wiederkehrenden Betriebsaufwands dar. Tierarztpraxen haben in der aktuellen Lage teilweise starke Umsatzeinbussen zu vergegenwärtigen, so dass die Geschäftsmiete unter Umständen nicht oder nicht mehr termingerecht bezahlt werden kann. Die GST ruft in Übereinstimmung mit dem Bundesrat ihre betroffenen Mitglieder und Mietparteien dazu auf, im Dialog konstruktive und pragmatische Lösungen zu finden. Unter Umständen besteht auf einvernehmlicher Basis die Möglichkeit des Erlasses, der Stundung oder der Herabsetzung des Mietzinses.

Bereits per 27. März 2020 hat der Bundesrat die Zahlungsfrist beim Zahlungsrückstand des Mieters von 30 Tagen auf 90 Tage verlängert, sofern die Mieterschaft aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus mit der Bezahlung der Mietzinse in Rückstand gerät. Diese Regelung sollte die Situation in konkreten Fällen etwas entschärfen und gilt für Mieten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai 2020 fällig werden.

Weitere Informationen

Bürgschaftsgenossenschaften

(Stand 20.3.2020, 14.00 Uhr)

Spezialregime Bürgschaften für KMU
Der Bundesrat hat am 13. März 2020 zur Unterstützung von KMU in Liquiditätsschwierigkei-ten aufgrund des Coronavirus das Spezialregime Bürgschaftswesen beschlossen. Den KMU mit finanziellen Engpässen stehen ab sofort bis zu 580 Millionen Franken an verbürgten Bankkrediten zur Verfügung. Gestützt auf das Bundesgesetz über die Finanzhilfen an Bürg-schaftsorganisationen für KMU können vier anerkannte Bürgschaftsorganisationen Unter-nehmen jeder Grösse Bürgschaften bis zu eine Million Franken gewähren. Die mittels Bürg-schaften erhaltenen Bankkredite müssen zurückbezahlt werden. Der Bundesrat erleichtert zudem die Bedingungen für eine Bürgschaft. Bis Ende 2020 will er für neue Bürgschaften die einmaligen Gesuchprüfungskosten und die Risikoprämien der Unternehmen für das erste Bürgschaftsjahr übernehmen.

Wichtig:
Da Bürgschaften zum Zweck eines Bankkredits gesprochen werden, ist es ratsam sich zuerst an ein Finanzinstitut zu wenden, bevor mit einer Bürgschaftsorganisation Kontakt aufgenommen wird. Dies beschleunigt das Genehmigungsverfahren.

www.seco.admin.ch
Merkblatt: Spezialregime Bürgschaftswesen

 
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