Antibiotikaresistenzen: Tierärzte gehen mit gutem Beispiel voran

Freitag, 15. November 2019

Die Veterinärmedizin setzt seit mehreren Jahren konkrete Massnahmen im Kampf gegen die Antibiotikaresistenzen um. Antibiotika-Anwendungen sollen weiter reduziert werden, wobei das Tierwohl stets gewährleistet sein muss.

Die Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte setzen sich dafür ein, dass weniger Antibiotika verwendet und diese sehr sorgfältig eingesetzt werden. Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) engagiert sich daher auch im Rahmen der nationalen Strategie gegen die Antibiotikaresistenzen (StAR).

Seit diesem Jahr erfassen Tierärztinnen und Tierärzte Antibiotikabehandlungen in einer Datenbank. Das Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin (IS ABV) wurde Anfang 2019 eingeführt. So wird der Verbrauch von Antibiotika bezüglich der verschiedenen Tierarten und Produktionstypen, der einzelnen Tierhaltungen und der einzelnen Tierarztpraxen festgehalten. Die Datenbank bietet die Chance, Problembereiche genauer zu definieren und entsprechend Massnahmen zu ergreifen.

Aus Sicht der GST ist wichtig, dass diese Daten nicht nur in der Tier-, sondern auch in der Humanmedizin erfasst werden. Die GST unterstützt den One-Health-Ansatz des Bundes, um die Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen. Aus diesem Grund fordert die Tierärzteschaft eine analoge Datenbank, welche den Antibiotikaeinsatz beim Menschen erfasst.

 
TYPO3 Agentur