Spracheintrag in das Medizinalberuferegister (MedReg)

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Die GST und ihre Partnerorganisationen der Gesundheitsberufe werden sich beim Vorgehen gegen die Ungleichbehandlung der Sprachminderheiten beim Spracheintrag ins Medizinalberuferegister (MedReg) zukünftig koordinieren. Von der benachteiligenden Praxis der Medizinalberufekommission (MEBEKO) sind nämlich nicht nur Tierärztinnen und Tierärzte betroffen.

Angehörige der französischen, italienischen und rätoromanischen Sprachminderheiten können in der Schweiz Veterinärmedizin ausschliesslich in deutscher Sprache studieren. Weil nach der geltenden Gesetzeslage und nach gängiger Praxis der Medizinalberufekommission (MEBEKO) zurzeit nur die Ausbildungssprache kostenlos in des Medizinalberuferegister (MedReg) eingetragen wird, ist folglich nur der deutsche Spracheintrag gebührenfrei. Tierärztinnen und Tierärzte französischer, italienischer oder rätoromanischer Sprache können ihre Mutter- bzw. Hauptsprache hingegen nur nach Entrichtung einer Gebühr von CHF 50.- bis CHF 100.- ins MedReg eintragen lassen. Bisher konnte mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, um dieser Ungleichbehandlung durch eine einheitliche Gebührenordnung ein Ende zu setzen.

Diese Benachteiligung der Sprachminderheiten betrifft allerdings nicht nur die Tierärzteschaft: Auch Humanmediziner, Zahnmediziner und Chiropraktoren sind punktuell von der geltenden Gebührenregelung betroffen. Anlässlich des neunten runden blauen Tisches vom 26. August 2019 haben die GST und ihre Partnerorganisationen der Gesundheitsberufe daher beschlossen, ihre Kräfte bei der Bekämpfung dieser Ungleichbehandlung zu bündeln und sich über das Vorgehen auszutauschen.

 
TYPO3 Agentur