Antibiotikadatenbank: Tierärzte fordern gleiches Engagement von der Humanmedizin

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Der Bundesrat hat heute die Verordnung über das Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin (IS ABV) verabschiedet. Die Tierärzteschaft unterstützt die geplante Datenbank grundsätzlich. Diese macht jedoch nur Sinn, wenn die Humanmedizin ein analoges System garantiert.

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) unterstützt den One-Health-Ansatz des Bundes, um die Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen. Aus diesem Grund fordert die Tierärzteschaft eine analoge Datenbank, welche den Antibiotikaeinsatz beim Menschen erfasst. Die GST wird an ihrer Präsidentenkonferenz am 22. November einen Antrag behandeln, der diese Forderung bekräftigt. Auch die Humanmedizin soll der Meldepflicht unterstellt werden.

Kranke Tiere haben ein Recht auf eine Behandlung
Das Tierwohl darf aufgrund der Überwachung des Antibiotikaeinsatzes nicht leiden. Tierärztinnen und Tierärzte müssen kranke Tiere behandeln können. Die Tierärzteschaft setzt sich für Änderungen in der Tierhaltung und bessere Diagnosemöglichkeiten ein, so dass möglichst wenige Antibiotikaeinsätze nötig sind.

Ausführliche Erläuterungen der GST zu IS ABV finden Sie in der Medienmitteilung vom 3. November 2017.

Eingereichte Stellungnahme der GST zum Heilmittelverordnungspaket IV / IS ABV

 
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