Tierärzte fordern 50 Studienplätze mehr

Freitag, 25. Mai 2018

200 statt wie bisher 150 junge Veterinärmediziner sollen die Universitäten Bern und Zürich jährlich ausbilden. Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) verlangt zusätzliche Studienplätze als Antwort auf die steigende Teilzeitarbeit.

Heute arbeitet mehr als die Hälfte der Tierärztinnen und Tierärzte im Alter von 35 Jahren Teilzeit. Die steigende Zahl der Teilzeitpensen hat mittelfristig einen Mangel an Fachkräften in der Veterinärmedizin zur Folge. Um die Teilzeitlücken aufzufangen, verlangt die Tierärzteschaft, die Zahl der Ausbildungsplätze an der Vetsuisse-Fakultät von 150 auf 200 zu erhöhen. Diese Forderung hat die Präsidentenkonferenz der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) im März 2018 aufgestellt.

Obwohl die Nachfrage nach dem Studium der Veterinärmedizin in den letzten zehn Jahren stetig angestiegen ist, blieb die Anzahl der Studienplätze konstant auf 150 Plätze beschränkt. Wie der neuste Bericht zum Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) zeigt, erhielten in der Veterinärmedizin 2017 erstmals weniger als 40% der Absolventen des Eignungstests einen Studienplatz.

Mehr Studienplätze müssten aus Sicht der GST mit einer gleichbleibenden oder gesteigerten Qualität der Ausbildung einhergehen. Für die GST sind zusätzliche Studienplätze ein erster Schritt, um den veränderten Rahmenbedingungen in der Veterinärmedizin zu begegnen. Junge Tierärztinnen und Tierärzte arbeiten vermehrt als Angestellte und sind damit im Gegensatz zu selbständigen Praxisinhabern dem Arbeitsgesetz unterstellt. Das Bedürfnis nach geregelten Arbeitszeiten und Teilzeitstellen steigt, um Beruf, Familie und Freizeit vereinbaren zu können. Das Bildungsangebot muss nach Sicht der GST diesen veränderten gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden.

Die zusätzlichen Studienplätze sollen dazu beitragen, die tiermedizinische Versorgung in der Schweiz auch in Zukunft sicherzustellen.

 
TYPO3 Agentur