Kampagne gegen die extreme Kurzköpfigkeit bei Hunden

Donnerstag, 08. Februar 2018

Anlässlich der Messe «Hund 2018» vom 2. bis 4. Februar 2018 in Winterthur lancierte die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK) zusammen mit der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG), der Schweizerischen Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (STVT) und der Vetsuisse-Fakultät Bern eine Kampagne gegen extrem brachycephale Hunde.

Unter dem Begriff «Brachycephalie» werden diejenigen Rassen und Hunde zusammengefasst, die einen sehr kurzen Nasenschädel haben. Zu diesen Rassen gehören unter anderen die Französische Bulldogge, der Mops, die Bulldogge, der Shi h Tzu, der Pekingese und noch viele mehr.

Hunde können nicht schwitzen. Sie regulieren die Körpertemperatur via Hecheln durch die Nase respektive die grossen Oberflächen der Nasenmuscheln. Der Wegfall dieser Oberflächen zwingt die kurznasigen Hunde zu verstärkter Atemarbeit, was sich in eingefallenen Nüstern, verlängertem Gaumensegel, kollabierenden Atemwegen und anderen Veränderungen manifestiert. Die Hunde schnarchen, schniefen, widerstehen der Hitze nicht mehr und verlieren an Leistungsfähigkeit. Dies kann in gravierenden Fällen zu Recht als Qualzucht bezeichnet werden.

Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK), die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG), die Schweizerische tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (STVT) sowie die Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern haben zusammen verschiedene Massnahmen erarbeitet, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Unterstützt wird die Kampagne zusätzlich von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) und dem Schweizer Tierschutz (STS).

Sämtliche Informationen zur Kampagne: www.svk-asmpa.ch/kurzkoepfige-hunde

 
TYPO3 Agentur