Tierschutz im Fokus der Habsburgergespräche

Dienstag, 30. Januar 2018

Tierärztinnen und Tierärzte aus der Praxis, von Ämtern und der Universität diskutierten am 25. Januar auf Schloss Habsburg die Herausforderungen in Tierschutzfragen.

Das Tierwohl steht für Tierärztinnen und Tierärzte an erster Stelle. Dass sie somit im Tierschutz eine Schlüsselfunktion haben, darin waren sich die Teilnehmenden der diesjährigen Habsburgergespräche einig. Vertreter von Praxis, Verwaltung und Universität schilderten Fälle und diskutierten die Kernthemen der Tierärztinnen und Tierärzte im Tierschutz: Wo sind Tierärztinnen und Tierärzte involviert, wie kann bei Tierschutzfällen eingegriffen werden, wo sind die Grenzen?

Vier grosse Themenbereiche zum Tierschutz konnten im Verlauf der Gespräche abgesteckt werden. So wünschten sich viele Tierärztinnen und Tierärzte, nebst den bestehenden ethischen Grundsätzen der GST klare Positionen und Richtlinien zu bestimmten Themen, beispielsweise zu Qualzuchten. Weiter soll die Zusammenarbeit zwischen Tierärztinnen und Tierärzten aus Praxis und Amt auch in diesem Bereich verstärkt werden. Als erster Schritt hat die GST hier bereits gemeinsam mit Bund und Kantonen Ausbildungen zum Umgang mit Tierschutzfällen angedacht. Die Tierärztinnen und Tierärzte diskutierten zudem das Leiden der Tiere als wichtigen Themenbereich. Zwar bestehen Indikatoren, dennoch ist die objektive Einschätzung des Leidens eine grosse Herausforderung. Nicht zuletzt ist der Tierschutz auch stark durch gesellschaftliche Vorstellungen geprägt, die sich mit der Zeit wandeln.

Die GST hat Tierschutz zum zentralen Thema für das Jahr 2018 gewählt. Die Ergebnisse der Habsburgergespräche bilden die Grundlage zur Podiumsdiskussion an den 6. Schweizer Tierärztetagen vom 25. bis 28. April 2018 in Basel (www.tieraerztetage.ch). Die GST plant zudem zusammen mit der Vereinigung der Schweizer Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte (VSKT) eine Tierschutztagung für Tierärztinnen und Tierärzte im Frühjahr 2019.