Netzwerk Rindergesundheit: Diagnoseschlüssel für die optimierte Erfassung von Rindergesundheitsdaten

Dienstag, 06. Dezember 2016

Der bestandesbetreuende Tierarzt nutzt Kennzahlen zur Einschätzung der Gesundheitssituation auf einem Milchviehbetrieb. Hierzu werden meistens Milchkontroll- und Besamungsdaten sowie eigene Dokumentationen herangezogen. Häufig fehlt jedoch ein Überblick über den Anteil verschiedener Erkrankungen im Betrieb, da die Daten nicht vorhanden oder zu ungenau sind. Die erleichterte Erfassung und Analyse von Gesundheitsdaten erweitert somit das Spektrum an Hintergrundinformationen für den Tierarzt. Mittels eines einheitlichen Diagnoseschlüssels sollen Diagnosen systematisch von Tierärzten und Landwirten erfasst und zielgerichtet genutzt werden können.

Ein klassisches Beispiel aus der Praxis: Bei einem Beratungsgespräch fragt der Bestandestierarzt den Landwirten nach der Anzahl der Nachgeburtsverhalten im Betrieb im vergangenen Jahr. Die Antwort lautet: fünf, ah nein, doch acht. Und das Rösli war ja auch noch… oder war das schon vorletztes Jahr?

Die nachträgliche Rekonstruktion von Gesundheitsdaten (klinische Befunde und Symptome, Behandlungsdaten, prophylaktische Behandlungen, Abgangsgründe, Aborte und Missbildungen etc.) ist aufwändig und ungenau. Steht den Tierhaltern und Tierärzten laufend eine gute und repräsentative Datengrundlage zur Verfügung, ist dies eine Unterstützung für eine wirksame tierärztliche Beratung im Rahmen des Herdenmanagements. Dies stärkt die Rolle des Tierarztes am Betrieb.

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