GST lehnt eine Aufhebung des Hundekurs-Obligatoriums ab

Freitag, 22. Juli 2016

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) hat zusammen mit ihren Sektionen für Verhaltensmedizin (STVV), Tierschutz (STVT) und Kleintiermedizin (SVK) ein Positionspapier zu den SKN-Kursen für Hundehaltende erarbeitet.

Die GST lehnt eine Aufhebung des Hundekurs-Obligatoriums ab, befürwortet jedoch eine Revision der bestehenden gesetzlichen Grundlagen unter Miteinbezug der Tierärztinnen und Tierärzte. Qualität und Vollzug der Kurse müssen überprüft und verbessert werden.

Obligatorische Ausbildungen mit Sachkundenachweis (SKN) für Hundehaltende wurden in der Schweiz 2008 mit der neuen Tierschutzgesetzgebung eingeführt. 2015 hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Wirkung, Zweckmässigkeit und Qualität der SKN-Ausbildung evaluieren lassen und die Ergebnisse im März 2016 publiziert. FDP-Ständerat Ruedi Noser hat die Ergebnisse dahingehend interpretiert, dass er eine Motion eingereicht hat, welche den Bundesrat beauftragen soll das SKN-Obligatorium für Hundehaltende aufzuheben. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion, der Ständerat hat die Motion hingegen am 16. Juni 2016 angenommen. Als nächstes wird das Geschäft im Nationalrat diskutiert.

Positionspapier der GST

 
TYPO3 Agentur