Bundesrat beschliesst nationale Strategie gegen Antibiotikaresistenzen

Donnerstag, 19. November 2015

Der Bundesrat hat am Mittwoch, 18. November, die Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) verabschiedet mit dem Ziel, die Wirksamkeit von Antibiotika für Mensch und Tier langfristig zu erhalten. Sowohl der Bundesrat als auch die GST und ihre Sektionen sind überzeugt, dass dieses Ziel nur mit einer engen Zusammenarbeit der betroffenen Behörden, Branchen und Forschungsstellen zu erreichen ist. Die Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte spielten bei der Erarbeitung der Strategie des Bundes eine wichtige Rolle.

Im Rahmen der Anhörung hat die GST und vier ihrer Fachsektionen bereits im März 2015 eine umfangreiche Stellungnahme zur Strategie des Bundes eingegeben. Des Weiteren wurde von der GST ein Positionspapier zur Problematik der Antibiotikaresistenzen publiziert und an einer Medienkonferenz vom 31. März 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen gehört zu den gesundheitspolitischen Prioritäten des Bundesrats in der Agenda «Gesundheit 2020». Zu den zentralen Massnahmen gehören die konsequente Überwachung des Antibiotikaeinsatzes in der Tier- und Humanmedizin und die Erhebung genauer Daten. Dies erlaubt beispielsweise, in jenen Spitälern und Arztpraxen, Tierarztpraxen und Landwirtschaftsbetrieben, die überdurchschnittlich viel Antibiotika einsetzen, gezielt Massnahmen zu ergreifen.

Um die Wirksamkeit der Antibiotika längerfristig zu erhalten, braucht es auch eine stärkere Prävention: Mit jeder Infektion, die verhindert wird, reduziert sich der Einsatz von Antibiotika. Dazu müssen beispielsweise die Hygiene im Spital und in der Pflege verbessert und die Tierhaltung (Biosicherheit) optimiert werden.

Einheitliche, schweizweit geltende Richtlinien fördern zudem den sachgemässen Umgang mit Antibiotika. Weitere Massnahmen betreffen die Sensibilisierung und Weiterbildung der Fachleute sowie die Information der Bevölkerung.

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TYPO3 Agentur