Interpellation «Junge Tierärztinnen im Arbeitsmarkt halten. Auch nach einer Schwangerschaft»

Mittwoch, 15. Juli 2015

Nationalrätin Nadine Masshardt hat am 18. Juni 2015 eine Interpellation eingereicht mit dem Titel «Junge Tierärztinnen im Arbeitsmarkt halten. Auch nach einer Schwangerschaft». Schwangere Tierärztinnen im Nutztierbereich dürfen oft schon relativ früh ihre physisch anspruchsvolle und gefährliche Arbeit nicht mehr ausführen.

In der Verordnung zum Arbeitsgesetz (ArGV1) wird in Artikel 62 Absatz 3 aufgeführt, welche Arbeiten als gefährlich gelten: Alle, die sich nachteilig auf die Gesundheit der Frauen und ihrer Kinder auswirken. Der Arbeitgeber muss eine schwangere Frau an einen ungefährlichen und gleichwertigen Arbeitsplatz versetzen, wenn Sicherheit und Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet ist. Ist eine Versetzung unmöglich, darf die Frau im Betrieb nicht mehr beschäftigt werden.

Gestützt auf Artikel 35 des Arbeitsgesetzes und Artikel 64 der Arbeitsgesetz- sowie der Mutterschutzverordnung werden bei Tierärztinnen oft Beschäftigungsverbote von Gynäkologen ausgesprochen. Folge: Die Frau muss mangels gleichwertiger Ersatzarbeit meist zu Hause bleiben und der Arbeitgeber 80 Prozent des Lohnes übernehmen. Dafür kommt jedoch weder die Taggeld- noch eine andere Versicherung auf, was zu finanziellen Problemen führen kann.

Interpellation von Nadine Masshardt

 
TYPO3 Agentur