Ungenügende Entschädigung für Prüfungsexperten bei Lehrabschlüssen

Mittwoch, 13. Mai 2015

Die GST erwartet dass sich Bund und Kantone stärker engagieren damit PrüfungsexpertInnen beim Lehrabschluss, z.B. von TPA-Lernenden, angemessen entlöhnt werden.

Daniel Stolz, Nationalrat FDP, hat mit seiner Interpellation «Duale Bildung stärken, Prüfungsexperten fairer entschädigen» auch auf die grossen kantonalen Unterschiede bei dieser Entschädigung hingewiesen.

Die GST erachtet die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation jedoch als wenig zielführend zur Sicherung der Qualität der beruflichen Grundbildung. Die Kantone haben eine wichtige Rolle als einer der Verbundpartner in der beruflichen Grundbildung. Es kann nicht sein, dass sie dabei einerseits auf die hohe Qualität der Milizarbeit von Fachpersonen bauen, diese aber andererseits nur mit einem symbolischen Betrag entschädigen. Der Erwerbsausfall, beispielsweise für selbstständige Tierärztinnen und Tierärzte, ist damit nicht annähernd gedeckt.

Auch wenn die Prüfungen Aufgabe der Kantone sind, muss sich der Bund für die professionelle Erfüllung dieser Verbundaufgabe einsetzen. Dem Thema Entschädigung der Prüfungsexperten muss dabei ein höherer Stellenwert eingeräumt werden, als diesen «in einer der regelmässig stattfindenden Aussprachen des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) mit der Konferenz der kantonalen Berufsbildungsämter (SBBK) zu thematisieren», wie es in der Antwort es Bundesrates heisst.

Die GST erwartet, dass sich der Bund aktiv für eine angemessene Entlöhnung der Fachexperten einsetzt und hat eine entsprechende Stellungnahme an Bundesrat Johann Schneider-Ammann geschickt.

Links:

 
TYPO3 Agentur