Nutztierärztinnen und Nutztierärzte setzen mit der Bestandesbetreuung auf Prävention

Freitag, 23. Mai 2014

Die Früherkennung von Krankheiten und deren Risiken wird immer wichtiger. Eine professionelle tierärztliche Bestandesbetreuung, also die fachspezifische Betreuung von Nutztieren in Herden, ist daher zukunftsweisend.

Klassischerweise kümmern sich die Tierärztinnen und Tierärzte vor allem um bereits erkrankte Tiere. Diagnosestellung und Therapie zur Wiederherstellung der Gesundheit der einzelnen Patienten stehen dabei im Vordergrund. Begleitet werden diese kurativen Tätigkeiten von Routineeingriffen und von prophylaktischen Massnahmen zur Gesunderhaltung der Tiere.

Die Haltung von Tieren in zunehmend grösseren Gruppen und Beständen, der rege Tierhandel und der zunehmende Leistungsdruck an die Tiere stellen immer höhere Anforderungen an die Tierhalter. Das Ansteckungsrisiko vom erkrankten Einzeltier auf eine Tiergruppe oder gar auf Menschen, nimmt mit der Zunahme der Bestandesgrösse und der Tierdichte zu. Daraus hervorgehende Störungen der Herdengesundheit führen zu grossem Tierleid, wirtschaftlichem Schaden und bergen Gefahren für die Lebensmittelsicherheit.

Der Umfang, die Kosten und die Ziele der tierärztlichen Bestandesbetreuung einer Tiergruppe werden im Vorfeld zwischen Tierarzt und Tierhalter geregelt. Zur Planung gehören die Auflistung der durchzuführenden tierärztlichen Tätigkeiten sowie ein Massnahmenplan zur Erhaltung der Tiergesundheit. Durch die systematische Datenerfassung können Aussagen über die Gesundheit der Einzeltiere sowie Statistiken über Gesundheitsparameter der Gruppen und über den Arzneimitteleinsatz erstellt werden.

GST-Positionspapier für tierärztliche Bestandesbetreuung: www.gstsvs.ch/Positionspapier_Bestandesbetreuung (PDF) >>

Weitere Auskünfte:
Christof Scheidegger, Leiter Kommunikation, Tel. 031 307 35 37, media(at)gstsvs.ch

 
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