Der Pferdefleischskandal aus tierärztlicher Sicht

Mittwoch, 20. Februar 2013

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) verurteilt die Täuschungsvorfälle mit Pferdefleisch. Sie fordert eine Koordination der Kontrollen entlang der Produktionskette vom Stall bis auf den Teller, und dies besonders im internationalen Verkehr.

Beim Pferdefleisch ist der Schutz vor Täuschung besonders wichtig, weil viele Konsumentinnen und Konsumenten es aus emotionaler Bindung zum Pferd ablehnen, solches Fleisch zu essen. Zeugnisse, Kennzeichnungsvorschriften und Meldungen an Datenbanken genügen nicht. Am Anfang steht die obligatorische tierärztliche Kontrolle vor und nach der Schlachtung. Dazu gehören auch Untersuchungen auf Arznei­mittel­rückstände. Das Fleisch und die Erzeugnisse müssen weiter entlang der gesamten Produktionskette stichprobenweise überprüft werden. Wo das Fleisch aus dem Ausland stammt, sollen die Kontrollen international koordiniert und die entsprechenden Deklarationsvorschriften genauestens überprüft werden.

Die GST weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass Pferde äusserst sensible Tiere sind. Die Transportwege für Pferde zur Schlachtung sollen möglichst kurz sein und die Tiere sind schonend zu transportieren. Diese Forderung der GST bezieht sich ganz besonders auf die Schlachtungen im Ausland, dort sind lange Transportwege kaum begrenzt.

Weitere Auskünfte:
GESELLSCHAFT SCHWEIZER TIERÄRZTINNEN UND TIERÄRZTE
Dr. Julika Fitzi, Präsidentin GST
Telefon 079 332 02 54

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte feiert 2013 ihr 200-jähriges Bestehen. Sie vertritt die Interessen von 2800 Tierärztinnen und Tierärzten und setzt sich ein für die Gesundheit und das Wohl der Tiere und für den Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten.

 
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