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Journal Schweizer Archiv für Tierheilkunde
Verlag GST
Heft Band 158, Heft 8, August 2016
ISSN (print) 0036-7281
ISSN (online) 1664-2848
online seit 3. August 2016

Wissenschaft | Science 08/2016

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Gezielte anthelminthische Behandlung bei Ziegen: Evaluation verschiedener Bewertungskriterien und Entwicklung eines praxisnahen Entscheidungsschlüssels

J. Bollinger1, H. Hertzberg2, M. Hässig1, G. Knubben-Schweizer1,3
1Departement für Nutztiere und 2Institut für Parasitologie, Universität Zürich, 3Klinik für Wiederkäuer mit Ambulanz und Bestandsbetreuung, Ludwig-Maximilians-Universität München

Zusammenfassung
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, auf der Basis einer Umfrage einen Überblick über die Kontrolle gastrointestinaler Nematoden bei Ziegen in der Schweiz zu erhalten, die Bereitschaft der Tierhalter zur Durchführung von gezielten Entwurmungen abzuschätzen und eine praxisnahe Methode zur Ermittlung des Behandlungsbedarfs bei Einzeltieren zu entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl anthelminthischer Therapien pro Jahr gegenüber älteren Studien reduziert werden konnte. Ein grosser Anteil der Ziegenhalter (73.9%) ist bereit, ihr gegenwärtiges Entwurmungsregime umzustellen. Ein Entscheidungsschlüssel, bestehend aus der Beurteilung des Nährzustands, der Kotkonsistenz sowie des Anämiegrades (FAMACHA©) wurde in einem Feldversuch geprüft. Die Tierhalter waren nach einer Schulung in der Lage, das Protokoll selbstständig und zuverlässig anzuwenden und die Tiere bezüglich ihres Behandlungsbedarfs korrekt zu bewerten.

 

Schlüsselwörter: Gastrointestinale Nematoden, Fragebogen, Schweiz, gezielte Entwurmung

 

,Targeted’ and ‘targeted selective treatments’ in goats: Evaluation of several decision criteria and development of a practical decision key
The aim of the study was to get an overview of control measures against gastrointestinal nematodes in goats in Switzerland. Based on the answers to a questionnaire, we assessed the readiness of owners to use targeted or targeted selective treatment, and to develop a practical decision tool for the indication of treatment of individual animals. The results show that the number of treatments per year decreased compared to previous studies. Furthermore, the survey shows that a large proportion of goat farmers (73.9%) is willing to change the present treatment strategy. A simple decision key based on the evaluation of body condition, the consistency of the faeces and the degree of the anaemia (FAMACHA©) was tested in a field survey. It could be shown that goat owners are able to carry out the simple protocol reliably on their own and correctly evaluate individuals regarding their need of treatment.

 

Keywords: Gastrointestinal nematodes, questionnaire, Switzerland, targeted (selective) treatment

Categorie: Originalarbeit
DOI: 10.17236/sat00077
Autor: J. Bollinger
Pages: 557-564
Online Date

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Metabolic adaptation recorded during one lactation does not allow predicting longevity in dairy cows

J. J. Gross1, L. Grossen-Rösti1, F. Schmitz-Hsu2, R. M. Bruckmaier1
1Veterinary Physiology, Vetsuisse Faculty University of Bern, Switzerland, 2Swissgenetics, Zollikofen, Switzerland

Summary
Metabolic and health disorders account distinctly for culling in dairy cows. This study investigated if metabolic status obtained once in life during a negative energy balance in early lactation allows to predict age and lifetime performance animals achieved at culling. Metabolically stressed cows entering at least their 3rd lactation (n = 200, parity: 5.0 ± 2.1, mean ± SD) were selected from a field study conducted in Switzerland. Age of cows at culling ranged from 4.7 to 20.2 years with parities from 3 to 17. From cows with known reasons of culling, 28.4% were culled because of fertility, 16.4% due to udder health, 15.5% due to high age and 10.4% because of claw health/lameness. A retrospective classification of the one-time recorded metabolic adaptation in week 4 post partum did not differ between animals of different parities at culling. Furthermore, there was no relationship neither between the metabolic adaptation recorded in a preceding lactation and the number of lactations achieved, nor to the lifetime milk production. Contrary to the wide spread assumptions, an inadequate adaptation due to a high metabolic load in early lactation may not result in an earlier culling of dairy cows, although they are more prone to metabolic disorders.

 

Keywords: longevity, robustness, metabolism, dairy cow

 

Metabolische Anpassung während einer Laktation erlaubt keine Vorhersage zur Langlebigkeit bei Milchkühen
Stoffwechselprobleme und andere Erkrankungen tragen wesentlich zu den Abgangsursachen von Milchkühen bei. Diese Studie untersuchte, ob der Stoffwechselstatus, der einmal während einer negativen Energiebilanz in der Frühlaktation erfasst wurde, Rückschlüsse auf das Alter und die Lebensleistung zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Betrieb zulässt. Stoffwechselbelastete Kühe ab der 3. Laktation (n = 200, Laktationsnummer: 5.0 ± 2.1, Mittelwert ± Standardabweichung) wurden aus einer in der Schweiz durchgeführten Feldstudie ausgewählt. Das Alter der Kühe zum Zeitpunkt des Abgangs reichte von 4.7 bis 20.2 Jahre und 3 bis 17 Laktationen. Bei den Kühen mit bekannten Abgangsursachen waren in 28.4% der Fälle Fruchtbarkeit, bei 16.4% Eutergesundheit, 15.5% hohes Alter, und bei 10.4% Klauengesundheit/Lahmheit Grund für das Ausscheiden. Eine rückwirkende Klassifizierung nach der in der 4. Laktationswoche erhobenen Stoffwechselbelastung in der Laktation der Beprobung, ergab keine Unterschiede in der Zahl der erreichten Laktationen. Ferner wurde weder ein Zusammenhang zwischen dem Stoffwechselstatus in einer Frühlaktation und der Anzahl der erreichten Laktationen, noch der Lebensleistung festgestellt. Im Gegensatz zur verbreiteten Annahme konnte gezeigt werden, dass eine unzureichende Anpassung infolge einer hohen metabolischen Belastung in der Frühlaktation nicht zu einem früheren Ausscheiden aus dem Betrieb führen muss, obwohl derartige Milchkühe einem höheren Risiko für Stoffwechselerkrankungen ausgesetzt sind.

 

Schlüsselwörter: Langlebigkeit, Robustheit, Stoffwechsel, Milchkuh

Categorie: Originalarbeit
DOI: 10.17236/sat00078
Autor: J. J. Gross
Pages: 565-571
Online Date

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Magnetic resonance imaging in a lamb with compression of the thoracic spinal cord by an abscess

U. Braun1, J. Suarez2, S. Gasparini3, S. Warislohner1, M. Dennler2
1Department of Farm Animals, 2Clinic of Diagnostic Imaging and 3Institute of Veterinary Pathology, Vetsuisse-Faculty, University of Zurich

Summary
This report describes a two-month-old Ouessant ram lamb with hind limb ataxia, knuckling and falling attributable to an abscess in the thoracic vertebral region. A swelling palpated adjacent to the spinous processes of the 9th to 12th thoracic vertebrae was identified via ultrasonography as an abscess located on the transverse processes of these vertebrae. Magnetic resonance imaging of the lamb postmortem revealed that the abscess had invaded the vertebral canal through a channel at the level of the 9th thoracic vertebra causing extradural spinal cord compression. Postmortem examination confirmed these findings, and histological examination showed acute spinal cord degeneration.

 

Keywords: sheep, hind limb ataxia, vertebral column, spinal cord, abscess, MRI

 

Magnetresonanz-Tomographie bei einem Schaf mit Kompression des thorakalen Rückenmarks durch einen Abszess
Es wird ein 2 Monate altes, männliches Ouessant-Schaf mit Abszess im Bereich der thorakalen Wirbelsäule beschrieben. Die wichtigsten klinische Befunde waren Nachhandataxie, Überköten hinten beidseits, Schwanken der Nachhand und Umfallen. Bei der Adspektion und Palpation wurde neben den Dornfortsätzen der Brustwirbel 9 bis 12 eine Umfangsvermehrung festgestellt. Diese stellte sich bei der Ultraschalluntersuchung als kavitäre Läsion dar (Verdacht auf Abszessbildung), welche seitlich auf den Querfortsätzen der Brustwirbel lag. Das Schaf wurde euthanasiert. Bei der postmortem durchgeführten MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) konnten Ausmass und Lage des Abszesses genau charakterisiert werden. Auf Höhe von T9 war ein Kanal zu sehen, der vom Abszess ausging und sich in den Wirbelkanal erstreckte und das Rückenmark komprimierte. Die Sektion bestätigte die MRI-Befunde. Histologisch war an der Kompressionsstelle eine akute Degeneration des Rückenmarks zu sehen, welche für die klinischen Symptome verantwortlich war.

 

Schlüsselwörter: Schaf, Nachhandataxie, Wirbelsäule, Rückenmark, Abszess, MRI

Categorie: Fallbericht
DOI: 10.17236/sat00079
Autor: U. Braun
Pages: 573-577
Online Date

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A new technique for laparoscopic trocar site closure in dogs

G. Giusto1, M. Gandini1
1Department of Veterinary Sciences, University of Turin, Italy

Categorie: Kurzmitteilung
DOI: 10.17236/sat00078
Autor: G. Giusto
Pages: 579-580
Online Date

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