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Journal Schweizer Archiv für Tierheilkunde
Verlag GST
Heft Band 158, Heft 3, März 2016
ISSN (print) 0036-7281
ISSN (online) 1664-2848
online seit 3. März 2016

Wissenschaft | Science 03/2016

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Atypical variants of bovine spongiform encephalopathy: rare diseases with consequences for BSE surveillance and control

C. L. Boujon1, F. Serra1,2, T. Seuberlich1
1Division of Neurological Sciences, NeuroCenter, Department of Clinical Research and Veterinary Public Health, Vetsuisse Faculty, University of Berne, Switzerland, 2Graduate School of Cellular and Biomedical Sciences, University of Berne, Switzerland

Abstract
Occurring for the first time in 1986 in the United Kingdom, bovine spongiform encephalopathy (BSE), the so-called “mad-cow disease”, has had unprecedented consequences in veterinary public health. The implementation of drastic measures, including the ban of meat-and-bone-meal from livestock feed and the removal of specified risk materials from the food chain has eventually resulted in a significant decline of the epidemic. The disease was long thought to be caused by a single agent, but since the introduction of immunochemical diagnostic techniques, evidence of a phenotypic variation of BSE has emerged. Reviewing the literature available on the subject, this paper briefly summarizes the current knowledge about these atypical forms of BSE and discusses the consequences of their occurrence for disease control measures.

 

Keywords: bovine spongiform encephalopathy (BSE), atypical bovine spongiform encephalopathy (atypical BSE), Switzerland, surveillance, control measures

 

Atypische Varianten boviner spongiformer Enzephalopathie: seltene Krankheiten mit Konsequenzen für die BSE-Überwachung und -Bekämpfung
Mit dem ersten Auftreten im Jahr 1996 im Vereinigten Königreich hatte die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE), der sogenannte Rinderwahnsinn, beispiellose Konsequenzen für das öffentliche Veterinärwesen. Die Umsetzung drastischer Bekämpfungsmassnahmen, wie das Verfütterungsverbot von Fleisch-Knochen-Mehlen an Nutztiere und die Entfernung von spezifizierten Risikomaterialien aus der Lebensmittelkette haben schliesslich zu einem signifikanten Rückgang der Epidemie geführt. Für lange Zeit ging man davon aus, das die Krankheit von nur einem Typ des Erregers verursacht wird. Seit der Einführung von immunochemischen diagnostischen Verfahren zeigten sich aber Hinweise auf phenotypische Varianten von BSE. Dieser Übersichtartikel fasst die verfügbare Literatur und den aktuellen Wissensstand zu diesen atypischen BSE Varianten zusammen and diskutiert mögliche Konsequenzen ihres Auftretens für die Seuchenbekämpfung.

 

Schlüsselwörter: Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE), atypische Bovine Spongiforme Enzephalopathie (atypische BSE), Schweiz, Seuchenüberwachung, Seuchenbekämpfung

Categorie: Originalarbeit
DOI: 10.17236/sat00053
Autor: C. L. Boujon
Pages: 171-177
Online Date

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Effects of milking frequency in automatic milking systems on salivary cortisol, immunoglobulin A, somatic cell count and melatonin

S. Helmreich, B. Wechsler, R. Hauser, L. Gygax
Food Safety and Veterinary Office FSVO, Centre for Proper Housing of Ruminants and Pigs, Switzerland

Summary
In barns with an automatic milking system (AMS), both the milking frequency and the number of nighttime milkings vary between cows. A low milking frequency might indicate problems in gaining access to the milking unit. Also, nighttime lighting in the waiting area of the AMS and in the milking unit increases exposure to light at night and could suppress nocturnal melatonin synthesis. These effects could result in increased stress, suppressed immune response, and poor udder health. A total of 125 cows (14-16/farm) on 8 farms with AMS were selected based on their average milking frequency. Eight to 10 saliva samples per cow were taken over the course of 4 days, and cortisol, IgA and melatonin concentrations were determined. Somatic cell counts (SCC) were determined in milk samples. Milking frequency had no significant relationship with mean cortisol and IgA levels, but a higher milking frequency tended to be associated with lower SCC levels. Nocturnal melatonin levels tended to be negatively associated with the number of nighttime milkings. In conclusion, no indication of increased stress or reduced immune defense was found in relation to milking frequency on farms with an AMS.

 

Keywords: dairy cow, automatic milking system, milking frequency, stress, melatonin secretion

 

Einfluss der Melkfrequenz in Automatischen Melksystemen auf Speichelkortisol, Immunoglobulin A, Zellzahl und Melatoninkonzentration

In Ställen mit Automatischem Melksystem (AMS) variieren die Melkfrequenz und die Anzahl nächtlicher Melkungen zwischen den Kühen. Eine tiefe Melkfrequenz könnte Probleme beim Zugang zur Melkeinheit anzeigen. Zudem setzt die Beleuchtung des Wartebereichs und der Melkeinheit die Kühe nachts vermehrt Licht aus, was die Melatoninsekretion reduzieren könnte. Diese Effekte könnten zu Stress sowie einer Beeinträchtigung der Immunantwort und der Eutergesundheit führen. Für die vorliegende Untersuchung wurden 125 Kühe (14–16/Betrieb) auf 8 Betrieben aufgrund ihrer Melkfrequenz ausgewählt. Acht bis 10 Speichelproben pro Kuh wurden während des Verlaufs von 4 Tagen entnommen und die Konzentrationen von Kortisol, IgA und Melatonin bestimmt. Die Melkfrequenz zeigte keinen signifikanten Zusammenhang mit den mittleren Kortisol oder IgA Konzentrationen, doch ging eine höhere Melkfrequenz tendenziell mit einer tieferen Zellzahl einher. Melatoninkonzentrationen in der Nacht waren tendenziell negativ mit der Anzahl nächtlicher Melkungen assoziiert. Insgesamt ergaben sich keine Hinweise auf erhöhten Stress oder eine reduzierte Immunantwort im Zusammenhang mit der Melkfrequenz auf Betrieben mit AMS.

 

Schlüsselwörter: Milchkühe, Automatische Melksysteme, Melkfrequenz, Stress, Melatoninsekretion

 

Categorie: Originalarbeit
DOI: 10.17236/sat00054
Autor: S. Helmreich
Pages: 179-186
Online Date

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Streustrahlenmessung beim Röntgen von Kleintieren

J. Roth1, G. Klaus2
1Kirchackerstrasse, Arisdorf, 2Eggweg, Lauwil

Zusammenfassung
Der Strahlenschutz in der Tiermedizin ist vor allem bei beruflich strahlenexponierten Personen sowie bei Drittpersonen zu beachten, die beim Festhalten eines Tieres während einer Röntgenaufnahme behilflich sein müssen. In einer Kleintierklinik wurden Dosismessungen an verschiedenen Körperstellen bei beruflich strahlenexponierten Personen bzw. bei Drittpersonen beim Halten eines Tieres jeweils mit und ohne Bleigummi- Schürze durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das an manchen Schulen für medizinische und tierärtzliche Praxisassistentinnen instruierte „In-die-Knie-gehen“ kontraproduktiv ist, da im ungeschützten Kopfbereich mit Augen und Schilddrüsen bis zur dreifachen Dosis im Vergleich zur aufrecht stehenden Position erreicht wird. Diese Anweisung - nebst Kopf abwenden oder sogar die Augen schliessen – kann dazu führen, dass Aufnahmen für eine genügende Qualität wiederholt werden müssen und damit dem Gedanken des Strahlenschutzes in keiner Art und Weise gerecht wird. Voraussetzung für einen optimalen Schutz vor unnötiger Strahlung beim Personal sowie erforderlichen Drittpersonen ist eine entsprechende Ausbildung durch praxisnahe Lehrkräfte. Schlüsselwörter:

 

Strahlenschutz, Röntgenaufnahmen, Kleintier, Personal, Bleigummischürze

 

Measurement of X-ray scattering during radiography of small animals
The radiation protection in the veterinary medicine is to be followed especially for persons occupationally exposed to ionizing radiation as well as for further persons who must help with the holding of an animal during radiography. Dose measurements were carried out in a veterinary clinic. Thereby, the doses were determined which occur at different points on the body of persons restraining the animal, with and without the protection of lead rubber apron. The result shows that a crouching position is counterproductive, because on the unprotected head including the eyes and thyroid gland up to the threefold dose compared to an upright position is reached. This instruction - besides to turn away the head or to close even the eyes – may require often that the radiograph must be repeated for a diagnostic image quality. Therewith, the conception of the radiation protection is in no way followed. The condition for an optimum protection against unnecessary radiation for the staff as well as necessary further persons is a suitable education by practically oriented teachers.

 

Keywords: radiation protection, X-rays, small animal, staff, lead apron

 

Categorie: Originalarbeit
DOI: 10.17236/sat00055
Autor: J. Roth, G. Klaus
Pages: 187-192
Online Date

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Transienter, sekundärer Hypoadrenokortizismus nach Behandlung mit Delmadinonacetat (Tardastrex®) bei einem zwei Jahre alten Rüden

K. Kempker, A. Güssow, R. Neiger
Klinik für Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Gießen, Deutschland

Zusammenfassung
Ein zwei Jahre alter, unkastrierter Labrador Retriever Rüde wurde beim Haustierarzt wegen einer benignen Prostatahyperplasie mit Delmadinonacetat behandelt. Vier Tage nach der Injektion entwickelte der Rüde gastrointestinale Symptome und eine progressive Lethargie. In der Klinik für Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde mittels ACTH-Stimulationstest ein sekundärer Hypoadrenokortizismus diagnostiziert. Der Rüde wurde bis zur 14. Woche nach der Injektion von Delmadinonacetat auf eine physiologische Dosis von Prednisolon gesetzt. Der klinische Zustand des Hundes besserte sich sofort nach Beginn der Therapie. Ein erneuter ACTH-Stimulationstest einige Wochen später zeigte eine komplette Rekonvaleszenz der Nebennierenfunktion.

 

Schlüsselwörter: Hund, Delmadinonacetat, Tardastrex®, Addison, transienter sekundärer Hypoadrenokortizismus

 

Transient, secondary hypoadrenocorticism after treatment with delmadinone acetate (Tardastrex®) in a two year old male dog
A two year old male Labrador Retriever was treated with delmadinone acetate because of benign prostatic hyperplasia. Four days after the injection the dog showed gastrointestinal signs and a progressive lethargy. In the hospital for small animals of the Justus-Liebig-University of Gießen an ACTH stimulation test was done and a secondary hypoadrenocorticism was diagnosed. The dog was treated with prednisolone in physiological dose for 14 weeks after the injection. The clinical symptoms stopped immediately. A new ACTH stimulation test some weeks later showed a completely normal adrenal function.

 

Keywords: dog, delmadinone acetate, Tardastrex®, Addison, transient secondary hypoadrenocorticism

Categorie: Fallbericht
DOI: 10.17236/sat00056
Autor: K. Kempker, A. Güssow, R. Neiger
Pages: 193-157
Online Date

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