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Journal Schweizer Archiv für Tierheilkunde
Verlag GST
Heft Band 157, Heft 3, März 2015
ISSN (print) 0036-7281
ISSN (online) 1664-2848
online seit 2. März 2015

Wissenschaft | Science 3|2015

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Neue Ursachen von Tiervergiftungen in der Schweiz

M. Schediwy1,2, M. Mevissen2, D. Demuth1, J. Kupper1,3, H. Naegeli1
1Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich, 2Abteilung für Veteinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Bern, 3Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum, Zürich

Zu Ehren des 65. Geburtstages von Prof. Dr. Felix R. Althaus

Zusammenfassung

Diese retrospektive Studie befasst sich mit der Häufigkeit, Ätiologie, Therapie und Verlauf von Tiervergiftungen während der Jahre 2003 bis 2012. Dazu wurde die Kasuistik des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums Zürich (STIZ) ausgewertet und mit entsprechenden Ergebnissen aus früheren Erhebungen verglichen. Bei Hunden stellen Humanarzneimittel, die nicht für Tiere zugelassen sind, sowie Schädlingsbekämpfungsmittel die anteilsmässig wichtigsten Vergiftungsursachen dar. Neu wurden Zwischenfälle im Zusammenhang mit Rizinusdünger, Traubentrester, Pfefferspray und eingetrockneter Fleischbrühe gemeldet. Bei Katzen dominieren immer noch Vergiftungen durch Pyrethroidpräparate, die explizit nur für Hunde zugelassen sind. Landwirtschaftliche Produkte sind weiterhin die Hauptursache von Vergiftungen bei Nutztieren. Bei Pferden, Heim- und Zootieren bleiben Giftpflanzen ursächlich im Vordergrund. Zudem kam es zu einer tödlichen Sekundärvergiftung bei zwei Tigern nach der Aufnahme von Fleisch euthanasierter Kälber.

Schlüsselwörter: Clinipharm, Clinitox, Klinische Toxikologie, Pestizide, Rodentizide

New causes of animal poisoining
in Switzerland


This retrospective study evaluated the frequency, etiology, therapy and prognosis of animal poisoning registered from 2003 to 2012. The relevant cases reported to the Swiss Toxicological Information Center (STIC) were compared with those from previously examined periods. Human medicines not approved for animals and pesticides represented the most common causes of poisoning in dogs. Novel cases occurred as a consequence of the exposure of dogs to ricinus fertilizers, grape residues from wineries, pepper lachrymatory spray and dry bouillon. Cats are still freequently poisoned by pyrethroid drugs that should be administered only to dogs. Agrochmical products are the main source of toxicities in farm animals. Most poisonings in horses and exotic animals took place due to toxic plants. In addition, two tigers died of a secondary poisoning after ingestion of meat from euthanized calves.

Keywords: Clinipharm, Clinitox, clinical toxicology, pesticides, rodenticides



Categorie: Originalarbeiten
DOI: 10.17236/sat00011
Autor: M. Schediwy
Pages: 147-152
Online Date

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Success of interventions in mastitis problems with Staphylococcus aureus after the introduction of an automatic milking system

J. Ruf1, S. Johler2, A. Merz2, U. Stalder2, M. Hässig1
1Section for Ambulatory Service and Herd Health, Department for Farm Animals and 2Institute for Food Safety and Hygiene, University of Zurich

Erfolg von Interventionen bei Mastitiden
mit Staphylococcus aureus als
Herdenproblem nach der Installation
eines automatischen Melksystems

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist bei Milchkühen häufig die Ursache von Mastitiden auf Bestandsebene und führt zu grossen wirtschaftlichen Verlusten. In dieser Studie wurden Isolate eines Milchkuhbetriebs mit einem nachgewiesenen S. aureus Mastitis-Problem mittels molekularer Methoden (spa typing, PFGE, DNA microarray) untersucht um epidemiologische Zusammenhänge aufzuzeigen und den Erfolg der ergriffenen Massnahmen zu eruieren. Der untersuchte Betrieb hat einen Bestand von 60 Milchkühen und setzt einen vollautomatisierten Melkroboter zur Milchgewinnung ein. Als Ursprung des Mastitis Problems im Bestand wurde ein S. aureus Stamm vermutet, welcher den Melkroboter kontaminiert hatte und durch diesen im Bestand verbreitet wurde. Mittels der in dieser Studie angewandten molekulardiagnostischen Methoden wurde der gemeinsame Ursprung der aus den Milch- und Umgebungs-Tupferproben gewonnenen S. aureus Isolate gezeigt. Durch die Ausmerzung chronisch infizierter Kühe, ein intensiviertes Trockenstellmanagement und die Sicherstellung einer verlässlichen Melkzeug-Zwischendesinfektion konnte die Tankmilchzellzahl verbessert werden.

Schlüsselwörter: Staphylococcus aureus, Mastitis, Melkroboter, molekulare Epidemiologie, Genotypisierung

Summary

Staphylococcus aureus (S. aureus) is often the cause of mastitis problems in dairy herds and causes great economic losses. In this study, isolates from a dairy herd with a known S. aureus mastitis problem were examined by means of molecular methods (spa typing, PFGE, and DNA microarray) to investigate their epidemiological relationship and the success of intervention measures. The investigated dairy farm has a herd size of 60 cows and uses a fully automated milking system for milk production. A S. aureus strain, which contaminated the automated milking system and was subsequently spread among the herd through the latter, was suspected to be the origin of the mastitis problem within the herd. Thanks to the applied molecular methods, the common origin of the S. aureus isolates from the collected milk and swab samples could be shown. By culling chronically infected cows, optimising dry cow management and ensuring reliable intermediate cluster disinfection, the bulk milk somatic cell count improved.

Keywords: Staphylococcus aureus, bovine mastitis, automatic milking system, molecular epidemiology, genotyping



Categorie: Originalarbeiten
DOI: 10.17236/sat00012
Autor: J. Ruf
Pages: 153-156
Online Date

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Ein Fall von SRY positiver Sex-Umkehr bei einer Hauskatze

A. Pieńkowska-Schelling1, D. Becker2, B. Pineroli1, C. Schelling1
1Klinik für Reproduktionsmedizin, Vetsuisse-Fakultät, Universität Zürich, 2Institut für Genetik, Vetsuisse-Fakultät, Universität Bern

Zusammenfassung

Der vorliegende Fallbericht beschreibt eine Findlingskatze mit einem äusserlich weiblichen Erscheinungsbild. Eine Kastration der Katze war von den neuen Besitzern vorgesehen, aber der Tierarzt konnte weder weibliche noch männliche Keimdrüsen auffinden. Nach Abschluss der Pubertät zeigte die Katze ein Verhalten, das eher einem Kater als einer Kätzin entsprach. Die Besitzer waren daran interessiert, die Ursache abzuklären, wobei weitere chirurgische Eingriffe oder klinische Tests nicht erwünscht waren. Aufgrund von zytogenetischen und molekulargenetischen Untersuchungen wurde es möglich, eine Diagnose zu stellen. Der einheitliche Karyotyp der Findlingskatze entsprach dem eines Katers (38,XY) und das SRY Gen war mit Hilfe der PCR nachweisbar. Es handelte sich also um einen Fall von SRY positiver Sex-Umkehr.

Schlüsselwörter: DSD, 38,XY, Sex-Umkehr, SRY positiv,
Hauskatze

A case of SRY positive sex reversal
in a domestic cat


The present case report describes a stray cat with a female appearance. The new owners requested to neuter the animal. During surgery the veterinarian could not find any gonadal tissue. After puberty the cat showed more and more male behaviour. The owners of the cat were interested to know the cause of the abnormal behaviour, but forbid any further clinical tests or surgery. Based upon cytogenetic and molecular genetic experiments a diagnosis became possible. The uniform karyotype (38,XY) was in accordance with the karyotype of a male cat and it was possible to amplify the SRY gene by PCR. The cat represents a case of SRY positive sex reversal.

Keywords: DSD, 38,XY, sex-reversal, SRY positive, domestic cat



Categorie: Fallberichte
DOI: 10.17236/sat00013
Autor: A. Pieńkowska-Schelling
Pages: 157-159
Online Date

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Veränderung des Schädels bei brachycephalen Hunden im Verlaufe der letzten 100 Jahre

D. A. Koch, N. Sturzenegger
Daniel Koch Kleintierchirurgie AG, Diessenhofen

 

Categorie: Kurzmitteilungen
DOI: 10.17236/sat00014
Autor: D. A. Koch
Pages: 161-163
Online Date

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