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Journal Schweizer Archiv für Tierheilkunde
Verlag GST
Heft Band 157, Heft 2, Februar 2015
ISSN (print) 0036-7281
ISSN (online) 1664-2848
online seit 3. Februar 2015

Wissenschaft | Science 2|2015

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Ultrasonographic assessment of reticuloruminal motility in 45 cows

U. Braun, A. Schweizer
Department of Farm Animals, Vetsuisse Faculty, University of Zurich

Ultrasonographische Beurteilung der Hauben- und Pansenmotorik bei 45 Kühen

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, abzuklären, ob und wie sich die Ultrasonographie zur Beurteilung der Hauben- und Pansenmotorik beim Rind eignet. Die Untersuchungen erfolgten bei 45 Kühen mit gleichzeitig 5 Ultraschallgeräten, deren Schallköpfe an 5 verschiedenen Stellen von Haube und Pansen (Haube; Pansenvorhof/kraniales Ende des ventralen Pansensacks = Pansenbucht; dorsaler Pansensack; linke Pansenlängsfurche; dorsaler/ventraler Pansenblindsack) positioniert und an ein digitales Aufnahmegerät angeschlossen wurden. Letzteres erlaubte es, die Videoströme aller 5 Ultraschallgeräte während 9 Minuten mit gleicher Zeitachse aufzuzeichnen und auf einem einzigen Bildschirm darzustellen. Als Zeitpunkt 0 wurde der Beginn der Haubenkontraktion bezeichnet. An der Haube, die bei allen 45 Kühen dargestellt werden konnte, wurden in 9 Minuten 11.0 ± 2.12 biphasische Kontraktionen beobachtet. Der Pansenvorhof war bei 40 Kühen (89%) zu sehen und kontrahierte sich 10.7 ± 2.10 Mal, wobei die Kontraktionen 5.0 ± 0.83 sec nach der Haubenkontraktion erfolgten und 7.0 ± 2.14 sec dauerten. Die Kontraktion des dorsalen Pansensacks war bei 29 Kühen (64%) zu sehen. In 9 Minuten wurden 9.5 ± 1.8 Kontraktionen ermittelt. Diese traten 4.0 ± 0.85 sec nach der Haubenkontraktion auf und dauerten 8.2 ± 1.04 sec. Die Kontraktion der Pansenfurche war bei 39 Kühen (87%) zu sehen. In 9 Minuten traten 10.2 ± 1.98 Kontraktionen auf. Diese waren 4.1 ± 1.81 sec nach der Haubenkontraktion zu beobachten und dauerten 7.8 ± 1.19 sec. Die Kontraktion des ventralen Pansensacks (Pansenbucht) war bei 31 Kühen (69%) zu sehen und es wurden 7.5 ± 2.59 Kontraktionen ermittelt, die 14.3 ± 4.30 sec nach der Haubenkontraktion auftraten. Die Kontraktion des dorsalen und ventralen Blindsacks war bei 34 Kühen (76%) zu sehen. In 9 Minuten wurden 9.0 ± 2.75 Kontraktionen des dorsalen (1.0 ± 0.31 Kontraktionen/Min.) und 9.4 ± 2.09 Kontraktionen des ventralen Blindsacks (1.0 ± 0.23 Kontraktionen/Min.) beobachtet. Diese traten 6.2 ± 1.32 bzw. 21.3 ± 6.20 sec nach Beginn der Haubenkontraktion auf. Bei allen 45 Kühen (100%) waren Primär- und bei 22 Kühen (49%) Sekundärzyklen zu sehen. Die Primärzyklen waren bei 37 Kühen (82%) vollständig und bei 8 Kühen (18%) unvollständig. In 9 Minuten wurden 11.0 ± 2.12 Primär- und 4.5 ± 2.15 Sekundärzyklen beobachtet. Das Verhältnis von Primär zu Sekundärzyklen betrug durchschnittlich 2.4 zu 1. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Ultrasonographie eignet, um bei Kühen die Motorik von Haube und Pansen darzustellen.

Schlüsselwörter: Rind, Ultrasonographie, Haubenmotorik, Pansenmotorik, Primärzyklus, Sekundärzyklus

Summary

The goal of this study was to investigate the feasibility of ultrasonographic assessment of reticuloruminal motility in 45 healthy cows. The transducers of five ultrasound machines were connected to a digital video recorder and placed simultaneously at five sites on the left side of the cows to scan the reticulorumen (reticulum; ruminal atrium; dorsal sac of the rumen; left longitudinal groove; ruminal recess, caudodorsal and caudoventral blind sacs). The video streams from all five ultrasound machines were recorded synchronously with the same time line and displayed on a single monitor. Time 0 was defined as the start of a biphasic reticular contraction. The reticulum was visualised in all cows and had 11.0 ± 2.12 biphasic contractions in 9 min. The ruminal atrium was visualised in 40 (89%) cows and had 10.7 ± 2.10 contractions in 9 min, which started at the time point 5.0 ± 0.83 sec and lasted 7.0 ± 2.14 sec. Contractions of the dorsal sac of the rumen, visible in all cows, were visualised in 29 (64%) cows. There were 9.5 ± 1.8 contractions in 9 min that started at the time point 4.0 ± 0.85 sec and lasted 8.2 ± 1.04 sec. The left longitudinal groove was seen contracting in 39 (87%) cows. There were 10.2 ± 1.98 contractions in 9 min that started at the time point 4.1 ± 1.81 sec and lasted 7.8 ± 1.19 sec. Contractions of the ventral sac of the rumen (ruminal recess) were seen in 31 (69%) cows. There were 7.5 ± 2.59 contractions in 9 min that started at the time point 14.3 ± 4.30 sec. Contractions of the caudodorsal and caudoventral blind sacs were seen in 34 (76%) cows. There were 9.0 ± 2.75 (1.0 ± 0.31) contractions/min and 9.4 ± 2.09 (1.0 ± 0.23) contractions/min of the dorsal and ventral blind sacs, and they started at the time points 6.2 ± 1.32 sec and 21.3 ± 6.20 sec, respectively. Primary contraction cycles were seen in all cows and secondary cycles in 22 (49%) cows. The former were complete in 37 (82%) cows and incomplete in 8 (18%). There were 11.0 ± 2.12 primary and 4.5 ± 2.15 secondary cycles in 9 min, and the ratio between primary and motilisecondary cycles averaged 2.4:1. Ultrasonography is suitable for the assessment of reticuloruminal motility in cattle.

Keywords:
cattle, ultrasonography, reticular motility, ruminal motility, primary cycle, secondary cycle



Categorie: Originalarbeiten
DOI: 10.17236/sat00007
Autor: U. Braun
Pages: 87-95
Online Date

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Serologische Verlaufsuntersuchungen auf Haemophilus parasuis und Mycoplasma hyorhinis in drei schweinehaltenden Betrieben

A. Palzer1, K. Kolb1, K. Strutzberg-Minder2, S. Zoels1, M. Eddicks1, K. Heinritzi1, M. Ritzmann1
1Klinik für Schweine der Ludwig Maximilians Universität München, 2IVD Gesellschaft für Innovative Veterinärdiagnostik GmbH

Zusammenfassung
Ziel der Arbeit war die Infektionsdynamik von Haemophilus (H.) parasuis und Mycoplasma (M.) hyorhinis in 3 Betrieben zu untersuchen. Insgesamt wurden 61 Ferkel in der 1., 3., 5., 7., 9., 11., 14., 18. und 22. Lebenswoche klinisch untersucht und eine Blutprobe entnommen. Die Sauen wurden ebenfalls beprobt und alle Blutproben wurden mittels ELISA auf Antikörper gegen H. parasuis und M. hyorhinis untersucht. Klinisch zeigten sich bei Tieren in Betrieb 1 und 3 Anzeichen einer Polyserositis, die mit einer Abnahme der maternalen Antikörper gegen beide Erreger bis zur 5. bzw. 7. Lebenswoche einherging. Die Länge der Persistenz war dabei von der Höhe der maternalen Antikörperaktivität abhängig. Im Betrieb 1 wurden alle Tiere in der Mast positiv auf Antikörper gegen H. parasuis getestet. Im Betrieb 3 waren mehrere Sauen im M. hyorhinis ELISA positiv, in der Mast waren mehrere Tiere ebenfalls positiv, daher lassen positive Befunde bei Sauen eventuell einen Rückschluss auf eine verstärkte Infektionsdynamik im Mastbereich zu. Es konnte für H. parasuis als auch für M. hyorhinis eine signifikante Korrelation zwischen der Antikörperaktivität der Sauen und der Ferkel festgestellt werden.

Schlüsselwörter:
Glässersche Krankheit, Mycoplasmen- Polyserositis, ELISA, Schwein

Serological course investigations of Haemophilus parasuis and Mycoplasma hyorhinis in three pig farms
The aim of the study was to investigate the infection dynamic of Haemophilus (H.) parasuis and Mycoplasma (M.) hyorhinis in 3 farms. A total of 61 piglets were clinically investigated at 1., 3., 5., 7., 9., 11., 14., 18. and 22. weeks of life and a blood sample was taken from each piglet as well as from the sows. The serum samples were tested using ELISA for antibodies against H. parasuis and M. hyorhinis. Clinical signs indicating polyserositis were seen in farm 1 and 3. For both pathogens, a decline of the maternal antibodies could be detected up to the 5th or 7th week of life. The duration of persistence depended on the level of the maternal antibodies. In farm 1, all animals were tested positive for antibodies against H. parasuis during the fattening period. In farm 3, several sows were tested positive in the M. hyorhinis ELISA, therefore, positive results in sows can indicate a higher infection dynamic during the fattening period. For H. parasuis as well as for M. hyorhinis a significant correlation between the level of the antibodies in the sows and their piglets could be seen.

Keywords:
Glässer’s disease, Mycoplasma-polyserositis, ELISA, swine



Categorie: Originalarbeiten
DOI: 10.17236/sat00008
Autor: A. Palzer
Pages: 97-103
Online Date

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Preventive incisional negative pressure wound therapy (Prevena®) for an at-risk-surgical closure in a female Rottweiler

M. C. Nolff, K. M. Flatz, A. Meyer-Lindenberg
Clinic for Small Animal Surgery and Reproduction, Center for Clinical Veterinary Medicine, Ludwig-Maximilians-Universität München

Präventive Unterdrucktherapie (Prevena®) zur Augmentation einer geschlossnenen Inzision mit erhöhtem Risiko für Wundheilungsstörungen bei einer Rottweiler Hündin
Der vorliegende Fallbericht beschreibt eine Kombination aus offener Wundtherapie mittels Unterdruck und Unterdruck Augmentation des verzögerten Primärverschlusses nach Resektion eines Abszesses an der rechten Thoraxwand eines Rottweilers. Die Patientin hat eine Anamnese von wiederholten schwerwiegenden Wundheilungsstörungen, die nach allen chirurgischen Eingriffen aufgetreten waren. Diese Komplikationen reichten von Nahtdehiszenz bis hin zu schweren Hautnekrosen mit und ohne Infektion durch ein multiresistentes Staphylococcus aureus Isolat; die Heilungsdauer lag zwischen Monaten bis hin zu einem Jahr. Nach Resektion eines Abszesses an der rechten Thoraxwand wurde ein schrittweiser Verschluss durchgeführt. Initial wurde die Wunde offen belassen und für zwei Tage mit einer Standard Unterdrucktherapie (NPWT) versorgt. Danach erfolgte der Wundverschluss und auf die geschlossene Naht wurde ein präventives Unterdrucksystem (CI-NPWT) angebracht. Diese präventive Therapie wurde ambulant während 7 Tagen durchgeführt. Anschliessend wurde der Unterdruckverband entfernt und die Fäden wurden am Tag 10 gezogen. Die Wundheilung war unauffällig und auch 8 Monate später waren keine Komplikationen aufgetreten. Der vorliegende Fall beschreibt erstmals eine präventive Unterdrucktherapie nach Wundverschluss beim Hund.

Schlüsselwörter: Unterdruck Wundtherapie, geschlossene
Inzision, Wundheilungsstörungen, Abszess

Summary
This case report describes a combination of negative pressure-wound-therapy (NPWT) and NPWT assisted incision management after resection of an abscess located at the right thoracic wall in a Rottweiler. The patient had a history of severe incisional complications after surgical interventions performed in the past, including repeated episodes of wound dehiscence, major skin necrosis and infection with and without a multiresistant strain of Staphylococcus aureus and several episodes of open wound management with healing rates between months and a year. Wound closure after resection of the mass was performed as a staged procedure. After two days of open NPWT the wound was primarily closed and a preventive incisional vacuum assisted therapy (CI-NPWT) was started for 7 days. The patient was discharged during therapy with the portable device in place. The Unit was removed at day 7 post wound closure, suture removal followed at day 10. Wound healing was uneventful and no major complications occurred at a follow up time of 8 months. This is the first description of closed incisional negative pressure wound therapy in the dog.

Keywords: negative pressure wound therapy, closed incision wound healing deficiency, abscess



Categorie: Fallberichte
DOI: 10.17236/sat00009
Author: M. C. Nolff
Pages: 105-109
Online Date

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Metastasized Leydig cell tumor in a dog

A. Togni1, M. Rütten2, C. Rohrer Bley3, K. Hurter1
1 Clinic for Small Animal Surgery, 2 Institute of Veterinary Pathology and 3 Division of Radiation Oncology, Vetsuisse Faculty, University of Zurich, Switzerland

Summary
We present the clinical findings, diagnosis and treatment of an 11-year old intact male Fox Terrier with a malignant Leydig cell tumor of the right testicle, which metastasized to the skeletal musculature of the left hind limb. The primary tumor and the metastasis were resected with narrow margins. The dog was treated with metronomic chemotherapy using thalidomid and dyclophosphamide. Local recurrence at the site of the metastasis and a pulmonary metastasis were present 30 months after surgery. The dog was euthanized.

Keywords: canine, Leydig cell tumor, malignant, metastasis, dog
Metastasierender Leydig-Zwischenzelltumor beim Hund

In diesem Fallbericht werden die klinischen Symptome, Diagnose und Therapie eines 11-jährigen, unkastrierten Fox Terriers, mit einem malignen Leydigschen Zwischenzellentumor am rechten Hoden, der in die linke Oberschenkelmuskulatur metastasiert hat, beschrieben. Der Primärtumor sowie die Metastase wurden chirurgisch reseziert. Im Anschluss wurde der Hund einer metronomischen Chemotherapie mit Thalidomid und Dyclophosphamid unterzogen. Dreissig Monate nach dem chirurgischen Eingriff wurden im Operationsbereich eine rezidivierende Metastase sowie eine Lungenmasse diagnostiziert. Der Hund wurde euthanasiert.

Schlüsselwörter: Rind, Ultrasonographie, Haubenmotorik, Pansenmotorik, Primärzyklus, Sekundärzyklus


Categorie: Fallberichte
DOI: 10.17236/sat000010
Author: A. Togni
Pages: 111-115
Online Date

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