Tierärztin / Tierarzt für Verhaltensmedizin

Die Verhaltensmedizin befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Verhaltensproblemen bei Tieren und der Beratung der Besitzer. Die häufigsten Patienten sind Hunde und Katzen, aber auch Pferde, Vögel und kleine Heimtiere können verhaltensmedizinische Hilfe brauchen.

Körperliche Erkrankungen und Verhalten sind häufig eng verknüpft, so können Krankheiten oder Schmerzen das Verhalten beeinflussen, und umgekehrt kann das Verhalten z.T. auch zu körperlichen Problemen führen. Verhaltensprobleme können das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier stark beeinträchtigen.

Die Verhaltensmediziner machen sich durch Gespräche mit den Tierbesitzern sowie Beobachtung und Untersuchung des Tieres ein Bild der Situation und erarbeiten zusammen mit den Besitzern für das jeweilige Mensch-Tier-Team entsprechende Massnahmen und Lösungsansätze.

Typische Tätigkeiten:

  • Verhaltensprobleme bei Tieren abklären
  • Beratung für angehende Tierhalter
  • Zusammenarbeit mit Tierheimen
  • Gefährlichkeitseinschätzung von Hunden im Auftrag des Veterinäramts
  • Verhaltensforschung an der Universität

Der Einstieg erfolgt über eine Weiterbildung im Bereich der Verhaltensmedizin. In der Regel wird die Verhaltensmedizin ergänzend zur herkömmlichen Medizin angeboten.

Maya Bräm Dubé, Verhaltensmedizinerin aus Basel

«Ich habe die Möglichkeit, Probleme vertieft abzuklären.»


«Als Verhaltensmedizinerin komme ich vor allem dann zum Einsatz, wenn das Verhalten eines Tieres für den Besitzer oder die Umwelt problematisch ist. Oft verstehen die Besitzer nicht, was ihre Tiere kommunizieren. An meinem Beruf gefällt mir, dass ich Probleme vertieft abklären kann. Ich muss dabei medizinische, psychologische, biologische und rechtliche Aspekte berücksichtigen. Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich, keine zwei Mensch-Tier-Teams sind gleich. Ich lerne durch meine Arbeit viel über Tiere, aber auch über Menschen.»

 
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