Tierärztin/Tierarzt in der Pathologie

Die Kerntätigkeiten einer Pathologin/eines Pathologen sind die Sektion (Obduktion), die Biopsie und die Zytologie. Die Obduktion von Tieren dient der Abklärung der Krankheits- und/oder Todesursache. Diese beinhaltet die makroskopische Befunderhebung und, in Zusammenhang mit der Fragestellung die Durchführung von weiterführenden Untersuchungen wie Histologie und Immunhistologie. Aufgrund dessen ist die Pathologie ein Fach, welches ein breites Wissen und ein vernetztes bzw. fachübergreifendes Denken erfordert.

Die diagnostische histologische Untersuchung von Gewebeproben und von zytologischen Präparaten ermöglicht es, entzündliche, infektiöse und tumoröse Erkrankungen zu diagnostizieren. Die Resultate der diagnostischen Untersuchungen bieten dem Tierarzt / der Tierärztin in der Praxis eine wichtige Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen und für die Wahl der richtigen Therapie.

Das Fach Pathologie wird sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium vermittelt. Die eigentliche Spezialisierung mit Erwerb eines Fachtierarzttitels erfolgt aber erst im Anschluss an das Masterstudium und dauert im Allgemeinen 3-4 Jahre.

Typische Tätigkeiten

  • Sektionen von Nutztieren, Haus- und Heimtieren, Wild- und Zootieren
  • Histologische Auswertung von makroskopischen Veränderungen
  • Früherkennung und Diagnostik von Seuchen und Bestandesproblemen
  • Erkennung und Meldung von seuchenrelevanten Krankheiten oder Erregern, die das Potenzial haben, von Tier zu Mensch übertragen zu werden (Zoonosen)
  • Diagnostische Untersuchung von Gewebeproben und von zytologischen Präparaten
  • Tumordiagnostik und Einstufung mit eventuellen weiterführenden Untersuchungen

Arbeitszeiten
Geregelte Arbeitszeiten. 42 bis 45-Stunden-Woche. Dienste am Wochenende möglich.

Perspektiven
Spezialisierung auf nationaler (FVH) und internationaler Ebene
Inhaberschaft/Teilhaberschaft in einem spezialisierten Pathologielabor
Karriere an der Universität

 
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