Tag der freien Berufe: Christoph Kiefer rückt die Veterinärmedizin in den Fokus

Freitag, 28. April 2017

GST-Präsident Christoph Kiefer hat anlässlich des Tags der freien Berufe ein Referat zum Thema «Vom Viehdoktor zum Spezialisten und Unternehmer» gehalten.

Christoph Kiefer stellte in seinem Vortrag die rasanten Fortschritte in der Kleintiermedizin vor, mit modernster Infrastruktur auf der einen Seite und vermehrt spezialisierten Tierärztinnen und Tierärzten auf der anderen Seite, welche die optimalen, meist massgeschneiderten Therapien einleiten und weiterführen können.

Der GST-Präsident erläuterte ebenfalls, dass nebst der Behandlung der tierischen Patienten auch die Unternehmensführung im Fokus der Praxisinhaberinnen- und Inhaber steht. «Im Gegensatz zur Humanmedizin mit der obligatorischen Krankenversicherung, müssen in der Tiermedizin die erbrachten Leistungen von den Tierhaltern selbst bezahlt werden». In weniger als 10% der Fälle existierten dafür Tierversicherungen, sagte der GST-Präsident. «Gute Personalführung und wirtschaftliches Denken werden zur Pflicht». Diese unternehmerische Herausforderung nehme die innovative Tierärzteschaft gerne an, so Christoph Kiefer.

Weiter stellte Christoph Kiefer die gesetzlichen Hürden vor, denen der freie Beruf des Tierarztes begegnet. Dazu gehören erschwerende Regelungen zum Pikettdienst, hohe Anforderungen bezüglich Arbeitssicherheit, das Wettbewerbsrecht und die uneinheitliche Gesetzgebung bezüglich Berufsausübungsbewilligungen.

Der Schweizerische Verband freier Berufe (SVFB) hat unter dem Motto «Schaffung vorteilhafter Rahmenbedingungen für die freien Berufe» zum Anlass in Bern eingeladen. Am 3. Tag der freien Berufe referierten Bundesrat Ueli Maurer sowie verschiedene Parlamentarier und Vertreter von Verbänden.

Der SVFB hat am 28. April eine Resolution unter dem Titel «Bessere Rahmenbedingungen für die freien Berufe!» verabschiedet: www.freieberufe.ch/de/informationen/news

 
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